Allgemein
Homepage | Aktuell | faq | Tolkiens Romane | Jacksons Verfilmung | Bilder | Musik | Spaß in Mittelerde | Links | Gedichte | Geschichten | Suchen in der website | Chat | Forum |
Gästebuch

Der Roman „Angmar“
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans | Zeittafel

Der Untergang Númenors
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans |
Zeittafel




3. Kapitel

„Vater!“ - „Ja?“ - „Die Badewanne läuft über!“



„Hallo Tochter, da bist du ja wieder. Ich habe mir schon Sorgen gemacht wo du bleibst, Arwen!“, begrüßte Elrond, die Treppe hinunter eilend, seine vermeintliche Tochter.
Liv ritt gerade, mit Elijah vor ich im Sattel, in den Hof ein.
„Sei gegrüßt, Vater!“, antwortete Liv mit ihrer „Ich-bin-die-beste-Tochter-von-Mittelerde“-Stimme, „Ich habe Frodo schon mitgebracht, weil er noch ein wenig von seiner Verletzung geschwächt ist. Glorfindel kommt erst morgen mit Aragorn, weil dieser zusammengebrochen war und Glorfindel ihn erst wieder zur Besinnung bringen muss. Was die drei Hobbits angeht, die sind zu Fuß von der Furt aufgebrochen und werden wahrscheinlich auch morgen ankommen.“
„Na dann ist ja eigentlich alles in Ordnung, von der Sache mit Aragorn mal abgesehen. Aber nun zu Ihnen, Herr Frodo, sagt wie geht es Ihnen? Sicherlich seid Ihr erschöpft. Am besten lasse ich Euch gleich Ihr Zimmer zeigen, es ist neben dem von Eurem Onkel, dem Herrn Bilbo“, beendete Elrond seinen Redeschwall und schaute Elijah erwartungsvoll an.
Dieser erwachte aus seiner Erstarrung als Liv ihn mit ihren Ellebogen in die Seite stieß.
Denn bisher hatte er Elrond ungeniert angestarrt. In seiner eleganten langen Robe wirkte er sehr ehrwürdig, allerdings störte der neonpinke Muschelohrclip an seinem linken Ohr diesen Gesamteindruck ein wenig.
„Oh, vielen Dank Herr Elrond, das ist wirklich sehr liebenswürdig von Ihnen und Sie haben Recht, ich fühle mich ein wenig schwach von der Reise und wegen meiner Verletzung, deshalb bitte ich Euch mich zu entschuldigen.... Damit ich mich noch ein wenig ausruhen kann“, riss Lij sich schnell zusammen.
„Aber natürlich, Herr Frodo, wenn Ihr bitte einen Moment warten würdet. Celebrían, kommst du bitte einmal kurz herüber?“ rief Elrond einen Elben der gerade aus einer Tür getreten war zu. „Würdest du bitte so nett sein und Herrn Frodo in sein Zimmer führen?“
„Aber natürlich Herr Elrond. Hier entlang bitte, Herr Frodo!“ erwiderte der Elb, Verneigte sich kurz vor Liv und Elrond und führte Elijah den Gang hinunter.


„Puh, endlich mal für ein paar Minuten Ruhe!“ rief Elijah, als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, „der ganze Stress hier ist ja fast noch schlimmer als am Set! Ich glaube, ich lasse mir erst mal ein richtig heißes Bad mit ganz viel rosa Badeschaum ein.“
Erst landete er in einem begehbaren Kleiderschrank.
Zuerst dachte er, Celebrían habe ihn in das falsche Zimmer gebracht.
Es hingen nur rote, rosane und pinke enggeschnittene Kleider, die mit einer Unmenge von Rüschen, Herzen und Spitze versehen waren, drin. Doch etwas weiter hinten fand er glücklicherweise noch einige Hemden und Hosen in seiner Größe, denn er hatte keine Lust die ganze Zeit in einem rosa Mini rumzulaufen.
Danach kam er in einen Raum der anscheinend die zimmereigene Bibliothek war. An den Wänden waren einige Regale, die mit Büchern vollgestellt waren. Vor dem Kamin lag ein großer herzförmiger Teppich, der sehr weich, plüschig und gemütlich aussah.
„Langsam glaube ich, dass ich entweder im Zimmer einer weiblichen Elbe bin. Oder der Elb, der sonst hier lebt, ist ziemlich schwul“, brummelte Lij als er die Tür des Badezimmers öffnete.
Das Badezimmer war eine ziemlich große Überraschung.
Es war ein ganz in zartrosa und pastellblau gehaltener, riesengroßer Raum. Die hauchdünnen, weißen Vorhänge vor den Riesenfenstern, die an der einen Wand verteilt waren, waren über und über mit kleinen weißen Plüschhasen bestickt. Diese ließen sich nur schwer erkennen.
In der Mitte des Zimmers war eine riesengroße Badewanne in den Boden eingelassen, die die Größe eines kleinen Swimming Pools hatte.
Am hinteren Ende des Raumes war eine zweite Badewanne die gerade groß genug war, dass zwei Elben bequem drinnen Platz hatten.
Als Elijah dann nach rechts sah, bemerkte er einen großen hellblauen Whirlpool. Das war genau das, was er jetzt brauchte! Er wollte gerade das Wasser einlassen, als ihm einfiel, dass er weder Handtücher noch Badezusatz hatte.
Auf der linken Seite von der Tür stand ein großer Holzschrank. Als er die Schranktüren öffnete, fand er auf der einen Schrankinnenseite mehrere Bademäntel, von denen er sich einen aussuchte. Im Inneren lagen mehrere Stapel mit großen weichen Handtüchern. Außerdem stand darin noch eine ganze Batterie von Badezusätzen, Shampoos, Cremes und noch einigen anderen Tuben von denen er nicht wusste was sie enthielten.
Er griff sich wahllos ein Shampoo und eine große Flasche Badezusatz auf der ganz groß „BUBBLES“ draufstand.
Er ging zurück zum Whirlpool und drehte den Heißwasserhahn auf. Als der Boden mit Wasser bedeckt war , kippte er fast die halbe Flasche „BUBBLES“ hinein. Schließlich war die Wanne fast voll und er fing an sich zu entkleiden. Erst das dreckige Hemd und dann die zerrissene Hose. Schuhe oder Strümpfe trugen Hobbits ja nicht und Unterwäsche gab es zu dieser Zeit noch nicht in Mittelerde.
„Na, das darf ja bei den ganzen Damen hier noch richtig interessant werden“, dachte sich Elijah als er das erstmals so richtig wahrnahm.
Als er schließlich fertig war, setzte er sich in das dampfende heiße Wasser. Die rosa Schaumkrone war so groß, dass nur noch seine Haarspitzen ein wenig hervorlugten.
Er stöhnte vor Wonne laut auf, als das Wasser zu sprudeln anfing. Er ließ sich mindestens eine Stunde lang von dem Wasser richtig schön durchschütteln und die Schaumkrone war inzwischen auch ziemlich zusammengesunken. Also fing er an sich die Haare mit dem Shampoo einzuseifen. Schließlich spülte er sich die Haare, stieg aus der Wanne und fing an sich abzutrocknen. Am Ende zog er sich den Bademantel an und ging ins Schlafzimmer. Er fischte sich aus dem Kleiderschrank eine blaue Hose und ein feines Leinenhemd mit Stickerei.
Gerade war er fertig mit anziehen und kämmen, als es an der Tür klopfte.
„Herein!“
Elrond trat herein und fragte: „Entschuldigt bitte, wenn ich Euch störe, Herr Frodo. Ich wollte Euch nur fragen, ob Ihr bereit seid mit uns heute Abend zu speisen?“
„Ja, natürlich komme ich mit zum Abendessen. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Mühe macht mich hier abzuholen. Wenn es Euch Recht ist, dann können wir sofort aufbrechen“, sagte Lij und zog seine Hosenträger fest.
„Gut, dann folgt mir jetzt bitte. Ich führe Euch in die Große Halle.“
Also folgte Elijah Elrond und ging mit ihm den Flur hinunter, von wo man schon leises Stimmengewirr vernehmen konnte.


Vorher bei Arwen:


„Geh dich jetzt lieber ausruhen Arwen, ich werde Frodo jetzt zum Abendessen abholen. Du kommst am besten später nach zum Essen.“
„Vielen Dank, Vater, aber ich glaube ich werde heute Abend nicht mit Euch zusammen speisen.“
„Natürlich meine Tochter, ich kann dich verstehen, dass du deine Ruhe haben möchtest. Also dann, ich wünsche dir schon mal ein Gute Nacht.“
„Gute Nacht“, antwortete Liv und schloss ihre Zimmertür.
„Oh, Scheibenkleister tun mir meine Füße weh, ich muss unbedingt aus diesen Schuhe hier raus!“ Liv humpelte durch das Zimmer, lies sich auf ihr großes Himmelbett plumpsen und riss sich die Stiefel von den Füßen.
„Hach, das tut gut, am besten ich ziehe auch gleich dieses enge Kleid aus, das schnürt einen so ein.“
Während sie die Schnüre an ihrem Rücken öffnete, ging sie hinüber zu ihrem großen, schweren und dunklen Holzkleiderschrank. Schließlich hatte sie alle Haken und Schnüre ihres Kleides geöffnet. Sie öffnete die Tür.
„Hui, also eines muss man Arwen lassen, sie hat wirklich Geschmack!“
Am Ende wählte sie sich schließlich ein lindgrünes weitgeschnittenes Kleid und ging ihr Badezimmer.
Sie schaute aus dem Fenster. Es war jetzt dunkel draußen und die anderen saßen wahrscheinlich schon lange am Esstisch.
Sie setzte sich an den Badewannenrand und drehte den Wasserhahn auf. Neben dem Hahn standen einige Flaschen. Sie nahm eine die anscheinend mit Goldfarbe überzogen war und nach Rosen duftete. Liv roch daran und schüttete dann ein wenig davon ins Wasser.
Sie verließ den Raum wieder um sich einen Kamm oder eine Bürste zu suchen, da ihre Haare sehr verfitzt waren. Als sie eine halbe Stunde später mit ihren Haaren fertig war, ging sie zurück ins Badezimmer um den Wasserhahn zu zudrehen...


„Setzt Euch doch bitte hier hin, Herr Frodo, Ihr bekommt heute den Ehrenplatz zu meiner Linken.“
Lij setzte sich dankend in den hohen geschnitzten Lehnstuhl.
„Herr Elrond, ich habe mal eine Frage an Euch“, fing Elijah vorsichtig an.
„Nun, dann stellt sie doch einfach“, sagte Elrond mit einem leichten Lächeln um die Lippen.
„Wie lange besteht Bruchtal nun den eigentlich schon? Ich habe inzwischen die verschiedensten Gerüchte gehört und wollte nun von Euch einmal die Wahrheit erfahren.“
„Oh, es besteht jetzt schon sei-„
„VATER!!!“, kreischte es auf einmal aus der Richtung von Arwens Zimmer. Elrond sprang wie von der Tarantel gestochen von seinem Stuhl auf und rannte in die Richtung aus der der Schrei kam. Elijah stürzte ihm hinterher, weil er dachte es wäre irgendetwas Schreckliches passiert.
Elrond hielt japsend an und stützte sich am Türrahmen ab um wieder zu Atem zu kommen.
„Ja Arwen? Was ist den passiert?“
Auch Lij kam jetzt angetappelt und schaute neugierig um die Tür. Innerlich verfluchte er seine kurzen Hobbitbeine.
„Die Badewanne läuft über und ich bekomme den Wasserhahn nicht mehr zu!“ Liv war total aus dem Häuschen. Sie rannte die ganze Zeit wie ein verschrecktes Huhn durch das Zimmer. Ihre Haare standen ihr zu Berge, ihre Augen hatte sie weit aufgerissen und ihre spitzen Elbenohren waren lobster-pink angelaufen. Kurz und gut sie sah einfach nur zum Schreien aus.
Zu diesem Schluss war anscheinend auch Elijah gekommen, denn er kugelte sich vor Lachen auf dem Boden und Elrond starrte ihn einfach nur verdutzt an.
Liv bekam von all dem überhaupt nichts mit, denn sie rannte immer noch im Zimmer herum und warf die Arme in die Luft.
Inzwischen war auch der Hausmeisterelb von diesem Geschrei angelockt worden und versuchte nun inzwischen mit den vereinten Kräften seiner herbeigeeilten Kollegen den Wasserhahn wieder zu schließen, wobei die ganze Zeit das Wasser fröhlich über den Wannenrand schwappte und langsam den Fußboden unter Wasser setzte.
Als die Burschen das nächste Mal an dem Hahn zerrten, schafften sie es endlich ihn wieder zu schließen. Elijah hatte sich inzwischen auch wieder beruhigt und lehnte nun kichernd an der Wand. Elrond versuchte derweilen seine Tochter einzufangen um sie wieder zu beschwichtigen.
„Arwen mein Kind, beruhige dich. Alles ist gut. Wir werden das aufwischen und in einer Stunde ist wieder alles so wie es sein sollte.“
„Ja Vater“, schluchzte eine aufgelöste Liv und trocknete sich die Augen gedankenverloren an dem Hemdsärmel von Elrond.
„Arwen, soll ich heute Nacht vielleicht bei Euch bleiben?“, fragte ein junger, hochgewachsener Elb mit platinblonden Haar.
„Ähm“, Liv wusste nicht so recht was sie davon halten sollte. Versuchte dieser Kerl etwa sie anzumachen? Doch bevor sie noch einmal den Mund aufmachen konnte ertönte Elronds schneidende Stimme von hinten.
„Du brauchst dich nicht darum zu kümmern, Legolas!“
Elijahs Kopf wirbelte herum und er starrte den hoch gewachsenen Elben an. Hatte Elrond gerade wirklich Legolas gesagt?
Die graublauen Augen des Elben blitzten schelmisch, doch er hob beschwichtigend die Hände.
„Wenn Ihr denn so meint, doch, meine Herrin Arwen, solltet Ihr mich je brauchen, so ruft nur, ich gehe mir derweilen die Haare machen.“
Und weg war er. Er warf Elijah noch einen Blick zu, der ihn erröten lies, hob die Hand zum Gruß und verschwand um die Ecke.
Elrond sog ärgerlich die Luft zwischen den Zähnen ein. „Dieser junge...!“
„Vater!“
Elrond riss sich zusammen. „Ja Arwen du hast Recht. Vielleicht sollte ich heute Nacht bei dir bleiben, nur für den Fall-„
„Nein, nein Vater. Es geht schon. Ich werde hier mit Frodo Kompanie genug haben!“
„Wa-?“
Doch Liv hatte Elrond schon mit einer entschlossenen Bewegung aus dem Zimmer geschoben und die Tür ins Schloss fallen lassen.
Elrond seufzte schwer.
„So ein schwieriges Alter!“, murmelte er zu sich selbst und machte sich auf den Weg in die Küche. Vielleicht konnte er ja noch irgendwo ein Glas dieses köstlichen Weines finden oder am besten gleich eine ganze Flasche.


Derweilen hinter verschlossenen Türen:
„Ich raff’s einfach nicht mehr. Ich halt das einfach nicht mehr aus.“
Liv tigerte rastlos im Zimmer herum, warf wieder einmal die Arme in die Luft. Es war wirklich unterhaltsam, wenn man auf so etwas stand.
Elijah lehnte sich zurück und schloss die Augen, wenn Liv wenigstens leise sein könnte während sie die Nerven verlor!
Plötzlich blieb Liv stehen.
„Ich will nach Hause“, flüsterte sie.
„Ich auch, ich auch.“
Liv sank auf das große Bett und es dauerte nicht lange bis sie in einen tiefen und traumlosen Schlaf verfiel.
„Endlich, endlich mal ein paar Minuten Ruhe. Ich glaube, ich gehe mir mal ein wenig die Beine vertreten“, Lij erhob sich ächzend aus seinem Stuhl und schlurfte zur Tür. Er schaute auf den Gang, flurauf, flurab sah er keine Person und es brannte nur noch jeder zweite Kerzenhalter.
Leise ging er auf den Gang hinunter und öffnete fast jede Tür einen Spalt breit um zu sehen was dahinter war.
Plötzlich ertönte hinter ihm eine Stimme: „Na aber Herr Frodo, das gehört sich nun wirklich nicht“, mit einem Mal war Legolas hinter ihm aufgetaucht. Er lehnte an der Ecke und fuhr sich lässig mit einer Hand durch seine Haare, seltsamerweise leckte er sich dabei immer über seine Lippen.
Langsam schritt er nun auf Lij zu.
„So wie es aussieht wollt Ihr Euch hier ein wenig umschauen. Wie wär’s, soll ich Euch die schönen Plätze in diesem Haus zeigen?“
„Och nein danke, ich war nur gerade ein wenig frische Luft schnappen und nun suche ich das Zimmer von Lady Arwen. Ich soll nämlich auf sie aufpassen.“ Elijah war wirklich ungemütlich in seiner Haut.
Er stotterte ein wenig und blickte jetzt hektisch suchend um sich, ob er nicht irgendwo hin fliehen konnte. Den Flur weiter unten sah er eine nur angelehnte Zimmertür aus der ein leichter Lichtschimmer fiel.
Er rannte los.
Legolas war so verdutzt, dass er vergaß den Mund wieder zu schließen und Lij hinterher zu laufen.
Als Elijah die Tür des Zimmers hinter sich zuschlug, wünschte er sich doch lieber auf dem Flur bei Legolas geblieben wäre.
„Oops! ´Tschuldigung, ich habe gar nichts gesehen. Bin schon wieder weg. Ich war nie hier!“, fing Lij an zu stammeln und tastete sich zur Tür vor und rannte.
Ein verdutzter Elrond und ein erstaunter Haldir schauten ihm mit zerzausten Haaren hinterher.
„Wer war das denn?“ fragte Haldir.
Elrond fuhr sich mit der Hand über das Gesicht und antwortete dann: „Das war Herr Frodo, der Hobbit der heute angekommen war. Können wir jetzt bitte weiter machen?“
„Okay, na dann komm.“
Und sie setzten das eben unterbrochene wieder fort. (Was das wohl war? *sichamkopfkratzundganzangestrengtnachdenk* ;-P)


Derweil draußen auf dem Flur:
„Äääh, Frodo? Ist mit dir alles in Ordnung? Du siehst ein wenig blass aus.“
Legolas beugte sich besorgt über Elijah, der inzwischen so bleich wie eins von den elbischen Betttüchern war.
„Nein, nein. Alles in Ordnung. Mir geht’s gut“, keuchte Elijah.
„Könntet Ihr mich bitte zu Arwens Zimmer führen.“
„Natürlich“, antwortete Legolas und hievte sich ihn über die Schulter. Auf einmal war er richtig nett geworden.
'Anscheinend will er von Männern nicht viel, vor mir rennt er weg und wenn er schon bei dem Anblick so reagiert, dann würde er, wenn er das selber praktizieren würde, wahrscheinlich einen Herzinfarkt erleiden. Am besten ich lasse ihn einfach mal ein wenig in Ruhe, vielleicht können wir ja Freunde werden', dachte sich Legolas, während er den leicht zitternden Elijah durch den Flur zu Arwens Zimmer trug.
„Danke“, sagte dieser und schenkte ihm ein erleichtertes Lächeln, bevor er hinter der Tür zu Arwens Zimmer verschwand.
'Oder auch nicht', Legolas grinste in sich hinein und drehte auf dem Absatz um.
Auf seinem Weg zum Festraum warf er einen Blick in den Innenhof, anscheinend waren noch mehr von diesen schnuffigen Hobbits eingetroffen. Naja.
Er trat hinaus in den Innenhof, vielleicht konnte er ja noch einen von ihnen aufgabeln, nur so als kleinen Betthupferl.
„Guten Abend meine Herren, kann ich ihnen vielleicht helfen?“ begrüßte er die drei Hobbits.
„Guten Abend Herr Elb. Mein Name ist Samweis Gamdschie und das hier sind Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock. Wir waren die Reisebegleitung des Herrn Frodo und nun sind auch angekommen und wollten fragen, ob es ihm gut geht und ob wir hier eine Unterkunft bekommen könnten.“, erwiderte Sam höflich.
„Und ob wir vielleicht etwas zu essen bekommen könnten“, warf Merry ein, der mal wieder (*g*) Hunger hatte. Schließlich war es schon eine Stunde her, als er das letzte Mal einen Strauch mit Heidelbeeren, die an dem Wegesrand wuchsen, leergefuttert hatte.
„Aber natürlich, meine Herren, bitte folgt mir in die Große Halle. Dort bekommt Ihr etwas zu essen und man wird Euch später ein paar Zimmer zuweisen.“
Legolas ging los und die drei Hobbis folgten ihm. Merry war froh das er endlich etwas vernünftiges zu essen bekam und Sam freute sich schon auf ein großes weiches Bett.
'Hm. Dieser Merry sieht schon schnuckelig aus, aber nicht zu vergleichen mit Frodo. Doch bis ich an den herankomme, muss ich mich wohl oder übel mit Merry zufrieden geben. Hach!'


(Yanjara und Idril Carnesîr)