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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




2. Kapitel

„Buchtal!“ - „Elijah?“ - „Ja, Liv?“ - „Das heißt Bruchtal!“



„Arwen?“ fragte Aragorn ganz entsetzt: „Ist mit dir alles in Ordnung, hast du vielleicht irgendetwas an den Kopf bekommen?“
„Nein, nein. Alles o.k. Du brauchst dir keine Sorgen machen“, antwortete Liv, immer noch kichernd.


„Was bedeutet dieses ‚Fuck’ denn nun?“ begann Pippin allmählich zu nörgeln.
„Ja genau Herr Frodo, sag schon, was bedeutet es?“ fragte jetzt auch Sam.
„Hüstel - ähm, nun ja, also, dieses Wort, äh nun ja, also es bedeutet… Ach Li-, ähm Arwen, kannst du mir bitte helfen? Ich kann das nicht erklären!“
Liv, die die ganze Zeit noch hemmungslos vor sich hingegluckst hatte, hörte schlagartig auf.
„Was? Nein! Das kann ich nicht. Ich kann solche Wörter nicht erklären. Nein nicht mit mir!“
„Ach bitte Arwi, bitte, bitte, bitte!“ Elijah blinkte sie mit seinen großen blauen Augen an.
Diesem Geblinzel konnte sie noch nie widerstehen.
„Hach, na gut, also ‚Fuck’ ist ein ganz böses Schimpfwort das ‚Fick dich’ bedeutet. Na ihr wisst schon“, während sie das sagte machte sie eine ziemlich eindeutige obszöne Geste. “Und, nein Sam, es ist nicht elbisch, sondern so `ne olle Sprache aus einem anderem Land“, führte sie ihre Erklärung ganz lässig fort.
„A-Arwen? Ist mit dir wirklich alles in Ordnung?“ Aragorn klappte die Kinnlade hinunter, dass es nur so krachte.
Liv, der es langsam dämmerte, dass Aragorn und Arwen ja eigentlich ein Paar waren, sagte: „Was hast du denn mein Schnuckel? Du bist heute irgendwie komisch, geht es dir gut? Soll ich vielleicht einmal Fieber messen?“ Und das Ganze in einem 'Mami-macht-sich-doch-soooo-große-Sorgen-Ton'.
Das haute Aragorn nun wirklich aus den Latschen.
„Aragorn, Aragorn, was hast du denn, hallo? Aragorn?“, fragte Liv, nun wirklich besorgt, vielleicht hätte sie es nicht ganz so weit treiben sollen, nun ja, jetzt hatte sie ja den Salat. Ein bewusstloser Waldläufer und sie hatte bei den Erste-Hilfe-Kursen nie richtig aufgepasst und das bereute sie nun wirklich.
„Weiß irgendjemand von euch, was wir jetzt mit ihm machen sollten?“
Alle außer Lij starrten sie an. Eine Elbe fragte sie, was sie jetzt machen sollten? Wo sie es doch eigentlich wissen müsste, schließlich war sie Elronds Tochter und dieser war doch einer der größten Heiler Mittelerdes.
„Ähm, ich glaub wir müssen seine Beine hochlegen und Stirn und Nacken kühlen“, meldete sich Elijah zögerlich zu Wort, er schien im Erste-Hilfe-Kurs aufgepasst zu haben.
„Ja, aber Herr Frodo, woher wisst Ihr das denn? Ihr hattet doch früher überhaupt keine Ahnung von der Heilkunst“, fragte ihn Sam verwundert.
„Ach weißt du, Arwen hat mir während des Rittes davon erzählt und jetzt hat sie wohl testen wollen, ob ich aufgepasst habe“, versuchte Elijah schnell zu erklären, wobei er Liv einen 'Das-werde-ich-dir-heimzahlen-Blick' zuwarf.
Liv brauchte einen Moment bis sie begriff.
„Äh, ja, natürlich Frodo, du hast Recht, sehr gut. Anscheinend hast du gut aufgepasst, als ich dir das erzählt habe. Nun dann lasst uns mal zur Tat schreiten!“ Sprach's und ging auf die Suche nach etwas, was man Aragorn unter die Füße schieben konnte.
Schließlich fand sie einen Felsbrocken der ganz praktisch zu sein schien. Als sie versuchte ihn zu ihm rüberzurollen, erwachten Merry, Pippin und Sam aus ihrer Starre und liefen zu ihr hinüber um ihr zu helfen. Elijah derweil, hob sein Hemd auf und ging zum Fluss hinüber, um es anzufeuchten, damit er es Aragorn zum Kühlen auf die Stirn legen konnte.
Als er sich wieder mit dem nassen Hemd in der Hand aufrichtete, sah er auf der anderen Uferseite eine hochgewachsene, blonde Gestalt auf einem großen, schlanken Apfelschimmel. Neben ihm stand ein weiteres weißes Pferd, welches er an den Zügeln hielt.
Als er die Augen zusammenkniff um es besser erkennen zu können, erkannte er, dass es Arwens Pferd war.
Es musste wohl während der ganzen Aufregung still und heimlich die Flucht ergriffen haben, ohne dass es jemand bemerkt hatte.
Der Reiter setzte sich in Bewegung und durchquerte die Furt. Als die anderen das Geplätscher hörten, drehten sie sich um, damit sie sehen konnten wer oder was da kam. Als der Apfelschimmel die Furt durchquert hatte, hielt er an und der Reiter sprang ab.
„Hallo Arwen, meine Liebe, wie geht es dir denn? Ich freue mich dich wieder zu sehen, aber was braucht ihr denn so lange? Dein Vater, Herr Elrond macht sich schon Sorgen! Oh hallo, Meister Samweis, Meister Meriadoc und Meister Peregrin , was macht ihr denn da und wo ist eigentlich Aragorn? Ach da drüben liegt er ja, das sieht ihm aber gar nicht ähnlich, dass er am helllichten Tag in der Gegend rumliegt! Hat er denn irgendetwas?“
„Ja, Herr Glorfindel, wisst ihr, der Herr Aragorn hat vorhin das Bewusstsein verloren, da die hohe Frau Arwen hier sich heute so komisch verhalten hat und das hat er nicht so ganz verkraftet“, erklärte ihm Sam hilfsbereit die Situation.
„Frau Arwen benimmt sich merkwürdig? Meine liebe Frau Arwen, was versucht Meister Samweis mir hiermit mit zu teilen?“
Jetzt steckte sie in der Klemme! Zum Glück hatte sie nicht, wie all die anderen, sich abends in Kneipen geschleppt und im fröhlichen Suff ertränkt, bis die Nacht alt wurde, sondern hatte stattdessen das Buch gelesen auf dem diese kleine, beschissene Welt aufbaute. Also wusste sie jetzt wenigstens halbwegs was sie von diesem Burschen zu erwarten hatte. Und schnuckelig sah er aus!
Warum bloß war sie mit diesem Aragorn verlobt? Arwen hatte wirklich keinen Geschmack bei ihrer Typenauswahl. Und sie musste auch noch so tun als ob sie diese Schwuchtel abgöttisch liebte, ihm täglich einen blies und ihm schmutzige Worte ins Ohr flüsterte.
„Glorfindel! Mein lieber Freund!“ Autsch! erster Fehler! „Die Reise hat mich erschöpft.“ Jetzt hatte sie aber 'nen Totalausfall, seit wann war diese angebliche Suche Arwens plötzlich zu einer Reise gworden? He, warte mal! Arwen hatte die Hobbits doch nicht einmal gesucht, geschweige denn war sie auf dem Weg hierher gewesen, oder Glorfindel würde jetzt hier nicht warten. „Und daher muss es den kleinen Hobbits etwas ungewöhnlich vorgekommen sein.“ Beleidige einen Hobbit niemals wegen seiner Körpergröße! „Aber ein heißes Bad dürfte meinen Zustand wohl schnell wieder heilen.“
Na super! Sie konnte jetzt genauso gut weiter reden und auf den Wagen der 'Bruchtaler-Klappsmühle' warten, falls die Elben so etwas jemals nötig gehabt hätten! Und Elrond würde bestimmt einen Herzinfarkt bekommen, wenn er morgen in der 'Rivendell-Times' lesen würde: „Verrückte Elbenprinztochter eingesperrt! Bevölkerung wieder außer Gefahr!“
Wahahaha! Nun ja, so war das Leben.
Falls sie jemals wieder auf ihren Planeten, in ihr Paralelluniversum, Welt oder wo auch immer sie von hier aus gesehen herkam, zurückkehrte, würde sie sich schleunigst Ferien und einen Termin bei ihrem Seelenklempner beschaffen!
Auf einmal fühlte sie sich irgendwie fehl am Platz hier. So also musste sich ein Ausserirdischer vorkommen, der das Pech hatte beim Gastwirt den Körper einer Elbenprinzessin abbekommen zu haben.
Und irgendwie machte das ganze nicht mal Sinn!
Glorfindel jedoch, zog nur die Augenbrauen hoch, fand an ihrer Begründung allerdings sonst nichts weiter großartig auszusetzen.
Diese Arwen schien ja besser zu sein als sie gedacht hatte!


Elijah sah sich die ganze Szene verwirrt an. Oh Gott, hatte Liv denn sogar den wenigen Verstand, der ihr gegeben wurde, jetzt weggeschmissen?
Zum Glück schien Glorfindel ja nicht sehr überrascht zu sein. Doofe Elben! Legolas würde er ja jetzt echt gern einmal begegnen! Später könnte er sich dann bei Orli darüber auslassen.
Scheiße! So wie es aussah würde Elijah besagten blonden Elben-Recken ja schon bald zu Gesicht bekommen, so wie die Lage aussah.
Naja, und der Trost Orli damit eine reinhauen zu können ging leider in dem Gedanken unter, dass er vielleicht gar nicht mehr die Gelegenheit bekommen sollte, ihm je wieder irgendwas zu sagen, sollte er nicht bald einen Weg finden aus dieser Fantasywelt eines offensichtlich überkreativen Autors hinauszugelangen.
Ich meine, welcher Typ denkt schon über langhaarige Männer mit eisblauen Augen und kleine haarige Kettenraucher mit einer wirklich zu naiv-verführerischen Ausstrahlung nach und traut sich dann auch noch ein Buch über einen Schmuckgegenstand der Begierde und die Geschöpfe seiner wohl nicht allzu unschuldigen Fantasy zu veröffentlichen?
Und wer musste das ganze dann ausbaden? Natürlich der arme unwissende Darsteller.
Irgendwie schienen diese doofen Fanfic-Autoren einen Narren an dieser Art von „Missgeschick“ gefunden zu haben.
Oups! Fuck, wie war das mit den Betriebsgeheimnissen? Naja, wie gesagt jetzt mussten sie es mal wieder ausbügeln.
Glorfindel richtete sich auf seinem Pferd nun zu voller Größe auf, was wirklich beträchtlich war, besah man sich den Fakt, dass Elijahs Körpergröße ja nun noch geringer war, als vorher, und sprach mit lauter und gewichtig klingender Stimme: „Nun denn, ich muss denn gehen und meinem Herren Elrond Bericht erstatten, kommt nach, sobald es euch denn möglich sein sollte, gebt den verwundeten Frodo Beutlin mir, ich werde ihn auf schnellsten Pfaden zu seiner Heilungsstätte bringen!“
„Ähm, Herr Glorfindel, da gibt es nur ein kleines Problem! Der, äh, Herr Frodo hat sich bereits kuriert und benötigt wohl keine Hilfe mehr“, mischte sich Sam nun verlegen blinkend ein und Elijah wünschte sich nichts lieber als im Erdboden zu verschwinden.
Glorfindel schaute erstaunt. Ja gerade zu erstarrt.
Wenn Doofheit weh... - ok lass es Elijah, mit sich selbst zu reden ist schon echt nicht mehr normal, aber jetzt auch noch Elben-rassistische Sprüche abzulassen ist ja wohl das Letzte, bewahr' dir deine Ehre als Mann... äh, als Hobbit meine ich.
Über den Bäumen wurde es nun schon langsam dunkel obwohl sie noch nicht so lange hier gewesen sein konnten, dass es schon wieder Abend war und Elijah bedachte auf einen zweiten Gedanken hin, dass die Zeit in Mittelerde wohl zwar nicht unbedingt etwas mit kontinentaler Zeitzonenregulierung am Hut hatte, aber 8:00 Uhr Neuseeland nicht gleichzeitig 8:00 Uhr Mittelerdezeit heißen musste.
Liv schien dieser Umstand wohl auch langsam aufzukommen, aber sie verbarg die darauf folgende Überraschung geschickt hinter einem langen Gähnen.
Und dann fiel Elijah auf, dass er noch immer das nun nicht mehr ganz so nasse Hemd in seinen Fingern hielt, sein Oberkörper dadurch nicht mehr bedeckt wurde, niemand sonst hier so frei rumlief und er auch nirgendwo ein Schild mit der Aufschrift 'FKK-Furt' sehen konnte.
So unauffällig wie möglich, was ihm den starrenden Blick von vier mehr oder weniger amüsierten Gesichtern, je nach Standpunkt, einbrachte, versuchte er diesen Mangel durch das wieder Anlegen des im Moment ziemlich kostbaren Kleidungsstückes wieder auszugleichen.
Liv schien verwirrt, Glorfindel leicht geschockt und doch war da ein komisches Glimmern in seinen Augen, Sam in einer Oh-Entschuldigt-Das-Hatte-Ich-Vergessen-Laune, Merry voller Mitleid und Pippin höchst amüsiert und auf Streiche aus.
Was Aragorn anging, so schien ihn jeder mehr oder weniger vergessen zu haben, denn er dünkelte immer noch in seliger Geistesabwesenheit herum und ließ sich durch die eintretende Stille nicht stören seine Rolle als Bewusstloser perfekt weiter zu spielen.
Elijah fragte sich kurz, als ihm in den Sinn kam, dass Liv und er wohl heute nicht mehr nach Hause zurückkehren würden und man wohl mindestens noch ein paar Tage, wenn nicht Jahre hier festsitzen würde, ob es die Elben in Rivendell es schon soweit gebracht hatten, Strom zu entdecken, herzustellen und schließlich in der Anlage einiger Spielkonsolen zu verschwenden, wie warm durchschnittliches Rivendeller-Badewasser wohl war, ob es Pubs gab und vor allem ob der Alkoholanteil der hier zu genießenden Getränke wohl hoch genug sein würde, um ihm ein paar Wochen traumlosen Unbewusstseins zu schenken.


Glorfindel sprach wieder, nun zögerlicher: „Ich kann einen der Hobbits nehmen und Arwen sollte Aragorn auf Asfaloth nach Rivendell bringen. Es liegt nur noch zwei Meilen voraus und die anderen sollten es noch vor dem Erwachen des Mondes dahin schaffen.“
Arwen sah ihre Chance mit Elijah allein zu sprechen und meldete sich zu Wort.
„Glorfindel, nehmt ihr Aragorn, Asfaloth hat einen schnellen Ritt hinter sich und wird erschöpft sein wenn wir ankommen, daher nehme ich Frodo, sicher ist auch er noch sehr erschöpft von seiner Verwundung. Sam, Merry und Pippin werde ich Reiter schicken sobald wir ankommen!“
Glorfindel sah sie zwar einen Moment erstaunt an, sagte aber nichts und schließlich nickte er langsam.
Er ging zu Aragorn hinüber und Arwen half ihm, diesen aufzurichten. Mit einem letzten zögernden Blick zurück auf die kleine Gruppe breschte Glorfindel los.
„Li... äh Frodo kommst du?“
Eijah nahm ihre Hand und Liv half ihm auf den Rücken des großen Pferdes. Dann kletterte sie hinter ihm aufs Pferd und winkte den drei nun irgendwie verloren wirkenden Hobbits zu, bevor sie in leichten Galopp verfiel und sie hinter den Bäumen aus ihrem Blickfeld verschwanden.
„Liv?“
„Ja, Lij?“
„Weißt du überhaupt, wo es lang geht?“
„Also bitte, Lijah Lijah, vertraust du mir etwa nicht?“
„Soll ich ehrlich sein?“
„Naja, nein lieber nicht.“
„Gut.“
Eine lange Zeit waren sie still, als der nahe Wald an ihnen vorbeirauschte und das gleichmäßige Galoppieren der Hufe unter ihnen brachte eine eigenartige Ruhe in Liv ein.
Der Weg lag klar vor ihnen und obwohl sich die Dunkelheit der einbrechenden Nacht sich langsam über sie senkte, war es für Liv ein Leichtes dem breiten und offenbar häufig benutzten Pfad zu folgen.
Als sie schließlich um eine Kurve bogen, konnten sie in das Tal von Rivendell hinunterblicken.
Das letzte heimelige Haus schien einen eigenen, ja fast elbischen Glanz auszustrahlen, auch wenn man keine großen Lichter oder Feuer sehen konnnte. Seine hellen Dächer glänzten geheimnisvoll im Mantel der Nacht.


Konnte es einfach nicht lassen (verzeih mir Carnesîr *wince*) Für alle die Sap (Kitsch hoch drei!!!) einfach nicht leiden können, dürft ihr diesen Teil (Markierung) einfach überspringen und statt dieses ganzen Gelabers die Überschrift einsetzen, he, das ist ein lustiges Spiel, ehrlich, besonders, wenn es 3.38 Uhr am Morgen erfunden wird. Für alle anderen, überlegt es euch noch mal, in diesem Teil fällt Humor nämlich total aus! Ansonsten viel Spaß noch.


Der Anblick verbreitete ein komisches Gefühl in Liv und ein Schluchzer stieg in ihr hoch, doch sie unterdrückte ihn mühevoll.
Elijah in ihren Armen bewegte sich leicht und das zierliche Hobbitgesicht schaute sie mit einem Ausdruck in den großen blauen Augen an, den Liv nicht recht deuten konnte.
„Liv?“
„Ja Lij?“ Liv bemerkte, dass ihre Stimme rau wie Sandpapier klang und ihr die Worte nur schwer zu entweichen schienen.
„Wenn wir nach Hause kommen, wird uns das hier keiner glauben!“ Falls... doch Elijah sprach nicht aus, was sie beide dachten.
Mit deutlich leiserer Stimme fragte er schließlich: „Glaubst du, wir werden die anderen jemals wieder sehen können?“
Tränen stiegen ihr in die Augen als sie ihren Blick über die Aussicht vor ihnen schweifen ließ.
Der Gedanke an Zuhause war schmerzhaft zu ertragen.
„Ich weiß es nicht“, flüsterte sie, bevor ihr die Stimme endgültig versagte und sie umarmte Elijah fester. Sie spürte wie er kaum merklich vor ihr nickte.
„Wie lange, glaubst du, werden sie brauchen um zu bemerken, dass wir weg sind?“
Auch Elijah schien nahe den Tränen zu sein. Oh Gott! Sie umarmte ihn noch fester und ein paar nasse Tropfen machten sich auf die Reise über ihre nun elbenhaften Wangen.
„Orli wird mit Viggo wieder über Menschen und Elben diskutieren...“ Sie merkte wie der kleinere Körper vor ihr erzitterte.
„Uns sie werden eine weitere Runde im Pub drehen, Billy wird dabei Anmerkungen über schottisches Bier machen, Orli wird wieder mit einem Flirt nach Hause gehen, während Dom daneben sitzt und über den Elfboy lästert.“
Ein schmaler Schluchzer entstieg Elijahs Kehle. Doch er fing sich wieder ein wenig und fuhr mit kaum zu hörender Stimme fort.
„P. J. wird in seinem Trailer sitzen und mit Barry die neuen Scripts fertig machen und am Morgen werden wieder alle aufstöhnen und erneut anfangen zu lernen.
Ian wird am Abend vor seinem Trailer sitzen und Geschichten erzählen, alle werden gespannt lauschen, weil es niemanden gibt, der besser ein paar Worte so verwandeln konnte.
Sean wird mit Ally zusammen sitzen und die gesamte Crew wird versuchen mit ihr zu spielen...
Vielleicht werden sie uns vergessen, wenn wir nur zu lange weg sind, wenn wir nur nicht mehr gebraucht werden...“ Er brach mit einem lauten Schluchzen ab.
Liv streichelte sanft durch die langen schwarzen Hobbitlocken und wiegte sie beide sanft hin und her.
„Sie werden uns nicht vergessen.“
„Ja Liv...“, eine kleine Hand wischte sanft über nasse Wangen.
„Komm, lass uns gehen, wir werden schon noch einen Weg zurück finden!“
„Ja, auf nach Buchtal!“ Elijah lächelte leicht durch die Tränen.
„Lij?“ fragte Liv sanft.
„Ja, Liv?“ langsam hob Elijah seine Augen zu ihrem Gesicht. „Es heißt Bruchtal!“ sagte Liv mit einem sanften Lächeln auf den Lippen.


Ende des angsty SaP-Teiles


Sie begannen den Abstieg über einen schmalen Pfad, gerade als der Mond am Nachthimmel hervortrat.


(Yanjara und Idril Carnesîr)