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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Abenddämmerung



6. Kapitel

Flucht aus Imladris


„Asgar! Was ist los mit dir? Ich bin’s, Aduial!“
Mit einem Hechtsprung brachte Aduial sich in Sicherheit, wobei er versuchte, den Schwerthieb mit dem kurzen Dolch halbwegs abzuwehren. Asgar führte die Waffe nicht sehr geschickt, dafür mit um so größerer Wut. Das machte ihn gefährlich. Hinter seinem Rücken wusste Aduial Laurelim, der nun mit einigen lässigen Bewegungen die Hiebe und Streiche seines Gegners abwehrte. „Hör mich an, Asgar, ich bin Laurelim, Landirs Sohn. Ich gebiete dir Einhalt.“
Doch Asgar schien ihn gar nicht zu hören. Sein Blick war auf den Dunkelelben fixiert. Er sah niemand und nichts anderes. Laurelim seufzte. „Auch gut, wenn er es auf die harte Art will...“
Mit einem kräftigen Hieb schlug er Asgar das Schwert aus der Hand und ließ in der selben Bewegung seine eigene Waffe vorschnellen, so dass die scharfe Klinge nur Millimeter von seinem Hals entfernt anhielt. Zitternd stand sie in der Luft. Hätte Asgar sich bewegt, dann hätte Laurelim ihm mit dem Zucken eines Muskels die Kehle durchschneiden können. So verharrte er erstarrt, den Blick stierend auf sein Gegenüber gerichtet. „Es schmerzt, selbst hier in Bruchtal schon Verrat und Hass zu sehen“, sagte er langsam, und Aduial konnte den harten, enttäuschten Unterton seiner Stimme heraushören. Er schüttelte den Kopf. „Ich kenne dich seit deiner Geburt, Asgar. Ich kenne dich sehr gut. Und das ist nicht der Asgar, dem ich immer vertraute“, fuhr er fort.
Asgar starrte ihn trotzig an, sagte aber nichts dazu. Aduial trat vor und ignorierte die Hand, die sich warnend auf seine Schulter legte. „Ich will niemandem etwas Böses, weder dir noch Sinda. Bitte, ich suche nur eine Antwort auf meine Frage: Gibt es noch eine Rettung für mein Volk, und wenn ja, wo finde ich sie?“
„Ha, es gibt keine Rettung mehr, Dunkelelb. Du bist verdammt. Alle sind verdammt. Wir werden alle gemeinsam untergehen!“ Asgars Lachen klang schrill.
„Es tut mir leid, das tun zu müssen, Freund, aber es gibt keine andere Möglichkeit.“ Laurelim holte aus und ehe der Elb reagieren konnte drosch er ihm mit voller Wucht den Schwertknauf gegen die Stirn.
Mit einem seufzenden Laut sackte Asgar zusammen. Die eigene Waffe glitt aus seinen plötzlich kraftlosen Fingern und fiel klappernd zu Boden. Schnell fing Aduial ihn auf und legte ihn behutsam auf das Bett. Laurelim steckte sein Schwert zurück, nahm eine Kerze und zündete sie an einer der Fackeln an, die im Flur an der Wand befestigt waren. Dann stellte er die Kerze ab, nahm das Betttuch und riss es kurzerhand in Streifen. Mit diesen fesselte er Asgar an Händen und Füßen. Mit einem letzten Blick auf den Elb warf er Aduial den Umhang und das wenige Hab und Gut zu. „Schnell, pack deine Sachen und lass uns von hier verschwinden. Bruchtal bietet uns keinen Schutz mehr.“
Aduial nickte stumm. Dann legte er den Gürtel und den Köcher an, zog den Umhang darüber und hängte seinen Bogen über die Schultern. Er griff sich die Satteltaschen und blickte Laurelim an: „Ich bin bereit.“
„Gut. Folge mir.“
Leise traten sie auf den Gang hinaus, wo sie kurz verharrten und lauschten, dann schlichen sie weiter.
Der Elb führte Aduial durch viele verzweigte Gänge und Windungen, vorbei an etlichen Türen und Fenstern. Zweimal ertönten vor ihnen Schritte, was sie jedes Mal veranlasste, schnell in den Schatten der Wand zu huschen und dort angsterfüllt zu warten. Doch beide Male kam ihnen niemand entgegen, und so erreichten sie unbehelligt eine niedrige Pforte. Laurelim stieß sie auf und trat hindurch, Aduial folgte ihm. Nun standen sie in einem kleinen Hof, der mehr aus einem Stück Rasen und einem schmalen, mit groben Steinen gepflasterten Weg bestand, der an einer Art Koppel endete. Und auf dieser Koppel graste, vom Mondschein beleuchtet, Gwairon. Aduial spitzte die Lippen und stieß einen leisen Pfiff aus. Der Hengst spitzte die Ohren und wandte den Kopf. Als er seinen Herrn erkannte, schnaubte er erfreut und trabte an das niedrige Gatter heran. Spielerisch begrüßte er Aduial, indem er immer wieder seine Nüster an seinen Handrücken rieb und an seinem Umhang knabberte. Doch der Elb wehrte schnell ab und flüsterte seinem Tier leise zu: „Dazu ist keine Zeit, Gwairon. Wir müssen weg hier.“
Schnell legte er Zaumzeug und Sattel an, dann öffnete er das schmale Gatter und ließ das Pferd hindurch traben. Zum Schluss prüfte er dann noch einmal alle Gurte nach, zog den Sattel ein wenig fester und verstaute die Satteltaschen sicher. Dann wandte er sich wieder Laurelim zu: „Ich bin so weit.“
„Gut.“ Laurelim deutete mit der Hand nach Westen. „Mein Pferd steht dort hinten, am Westausgang. Ich habe es bereits vorhin, bevor ich dich besuchte, dort hingebracht, so dass unserem Aufbruch nichts im Wege steht.“
Aduial runzelte kurz die Stirn, dann meinte er: „Du hast gewusst, dass wir so schnell aufbrechen müssen?“
Laurelim nickte. „Mir ist Asgars Blick keinesfalls entgangen. Wie gesagt, ich kenne ihn und Sinda bereits sehr, sehr lange. Und es bekümmert mich, dass der Schatten auch sein Herz bereits berührt hat.“ Er seufzte. „Was war überhaupt mit den Elben, denen du begegnet bist? Waren sie noch... sie selbst?“
Aduial überlegte kurz. „Galwen war sehr aufgeschlossen, die anderen haben nicht viel gesprochen... aber einer namens Urui sprach bereits die verachtenden Worte.“
„Grundgütiger Himmel!“, entfuhr es Laurelim. „Ausgerechnet Urui, der ebenfalls avarische Vorfahren hat!“
„Du meinst, er stammt ebenfalls von Dunkelelben ab.“ Aduials Worte klangen wie eine Feststellung.
„Ja. Aber nun still. Wir können uns später darüber unterhalten, wenn wir in Sicherheit sind.“
Sie schlichen weiter über die Wiesen, bis sie schließlich zum Westtor kamen. „Warte kurz.“ Laurelim verschwand in der Dunkelheit. Aduial hielt Gwairon an den Zügeln und streichelte leicht seinen Hals, während er still verharrte und wartete.
Laurelim ließ glücklicherweise nicht lange auf sich warten: Wenige Minuten später kam er zurück, hinter sich eine große, fein gebaute Stute führend. Ihr Fell war nachtschwarz und schimmerte leicht silbern, ihre großen, schwarzen Augen blickten wissend und geheimnisvoll. Gwairon begrüßte seine Artgenossin mit einem leisen Schnauben. Schnell stiegen sie auf und ritten so leise sie konnten durch das Westtor. Erst, als sie schon einige Hundert Schritte entfernt waren, schlug Laurelim ein scharfes Tempo an, und sie jagten im schnellen Galopp über den breiten Pfad. Laurelims Stute, die den Namen Alfiriel trug, hatte trotz ihres schmalen Körperbaus keine Anstrengung, mit Gwairon Schritt zu halten.
Sie ritten bis zum Sonnenaufgang und weit darüber hinaus immer weiter nach Westen. Erst, als die Sonne im Zenit stand, legten sie eine kurze Rast ein. Erst jetzt merkte Aduial, wie die Anspannung, die ihn umklammert hatte, langsam nachließ. Er streckte sich im weichen Gras aus, sah den Pferden eine Weile beim Grasen zu und blickte dann gen Himmel. Ein paar vereinzelte weiße Wolkenfetzen durchbrachen das blaue Meer, ansonsten war nichts zu sehen, dass diese friedliche Umgebung trübte. Die Berge lagen bereits ein gutes Stück hinter ihnen und waren nur noch als dunkle Schemen am Horizont erkennbar. Vor ihnen erstreckte sich eine weite, grüne Ebene, die sich hier und da mit vereinzelten Baumgruppen und kleinen Wäldchen abwechselte. Ein schmaler Bach schlängelte sich durch die Wiesen und verschwand in einem der besagten Wälder. Hier herrschte Frieden; trotzdem war Aduial wachsam. Zwar erwartete er hier keine direkten Feinde, aber etwas störte ihn. Es dauerte eine Weile bis es ihm auffiel: Es war zu still. Hatte sie bei ihrem heimlichen Aufbruch noch das leichte Zwitschern der Vögel begleitet konnte er hier kein einziges Tier ausmachen. Es schien, als wären er, Laurelim und die Pferde die einzigen Lebewesen weit und breit.
Das dünne, kaum hörbare Knacken eines Astes drang an sein Ohr. Ruckartig setzte er sich auf und warf einen schnellen Blick in Laurelims Richtung. Der Elb hatte anscheinend nichts bemerkt, denn er erwiderte den Blick erstaunt und setzte dazu an, etwas zu sagen. Schnell legte Aduial den Finger auf die Lippen und bedeutete ihn mit dieser Geste zu Schweigen. Laurelim nickte, zum Zeichen dass er verstanden hatte.
Leise, um kein Geräusch zu verursachen, zog Aduial einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn behutsam auf die Bogensehne. Noch einmal lauschte er kurz, um das Geräusch zu orten, dann pirschte er katzenhaft leise durch das knöchelhohe Gras zu einem nahen Baum und kletterte kurzentschlossen hinauf. Von hier oben hatte er einen besseren Ausblick auf die Umgebung und konnte Feinde eher erspähen. Wieder trug der Wind ein Geräusch zu ihm hinauf, sehr gedämpft, aber trotzdem erkennbar: Hufschläge auf weichem Gras. Jemand ritt heran, verlangsamte seinen Schritt, bis er fast stehen blieb, um dann sein Pferd noch mehr anzutreiben. Schon bald konnte er zwischen den Bäumen einen undeutlichen Schatten ausmachen, der sich ihnen näherte. Schnell sprang er vom Baum hinunter. Er landete direkt neben Laurelim. „Jemand nähert sich uns“, flüsterte Aduial leise und hastig und deutete auf das Waldstück.
Der Elb nickte. Auch er schien den Unbekannten mittlerweilen bemerkt zu haben. Vorsichtig zog er sein Schwert. Aduial zog sich in den Schatten des Baumes zurück, wo er starr mit straff gespanntem Bogen verharrte. Er war nun fast unsichtbar. Auch Laurelim duckte sich in das Gras und blieb dort still hocken. So warteten sie. Die Zeit floss zäh dahin. Sekunden wurden zu Minuten, die sich wie Stunden hinzogen. Aduials Herz hämmerte, das Blut rauschte in seinen Ohren, so sehr konzentrierte er sich. Langsam wurde der Umriss des Herannahenden schärfer, bis er schließlich zwischen den Bäumen hervorkam und auf die Wiese hinaus ritt. Das Pferd war klein und stämmig und hatte ein braun-weiß geschecktes Fell. Der Reiter selbst war in einen dunklen Umhang gehüllt. Eine Kapuze verdeckte sein Gesicht. Aduial kniff das rechte Auge leicht zusammen, dann spannte er den Bogen noch ein wenig und schoss. Der Pfeil zischte wenige Zentimeter neben dem Kopf des Reiters vorbei und bohrte sich in das dunkle Holz einer Buche. Gleichzeitig erhob sich Laurelim mit einer geschmeidigen Bewegung. Das Schwert hielt er so, dass es nicht zu übersehen war. „Entweder Ihr ergebt euch kampflos oder ihr werdet einen langsamen, qualvollen Tod sterben“, sagte er hart.
Das Pferd des Reiters scheute, er selbst schien sich nur mühevoll auf dem Rücken des Tieres halten zu können. Obwohl sein Gesicht immer noch nicht sichtbar war schien sich Angst darauf abzumalen. Schnell war Aduial bei dem Fremden und riss ihm mit einem Ruck die Kapuze vom Kopf. Im nächsten Moment wäre ihm beinahe ein Ausruf des Erstaunens entwichen. Auch Laurelim sah verblüfft drein, als er sah, wer der Fremde in Wirklichkeit war.
„Sinda!“


Aduial schüttelte verständnislos den Kopf. „Was machst du hier, Sinda?“
„Ich bin euch gefolgt.“ Ihre Stimme hörte sich ein wenig trotzig an.
„Warum? Warum bist du nicht in Bruchtal geblieben, in Sicherheit?“, fragte Laurelim scharf.
Sinda zog eine Augenbraue hoch. „Sicherheit? Ich habe mitbekommen, was mit Asgar geschehen ist. Was soll ich an einem Ort, an dem ich nicht einmal meinem eigenen Bruder mehr trauen kann? Nein, das ist keine Sicherheit.“
„Aber diese Reise ist sehr gefährlich, Sinda. Sie ist nichts für...“ Aduial führte den Satz nicht zu Ende, aber die Elbe hatte ihn auch so verstanden.
„Für was? Für Mädchen?“, sie lachte kurz auf. „Glaubst du im Ernst, ich könnte mich nicht verteidigen? Jahrelang habe ich heimliche mit Schwert und Bogen geübt. Glaubt mir, ich kann auf mich aufpassen.“
Dies war eine ganz neue Seite an Sinda, die Aduial kennen lernte. In Imladris war sie ihm so schutzlos und zerbrechlich vorgekommen. Aber hinter dieser Fassade verbarg sich ein starker Wille. Und noch etwas schien Aduial klar zu werden: Sinda hatte ihm von dem ‚goldenen Käfig’ erzählt, in dem sie fest saß. Sie wollte daraus fliehen, und dies war ihre Chance. Plötzlich glaubte er die Elbe zu verstehen. Um das Schweigen zwischen ihnen zu brechen klopfte er auf den Hals des Pferdes. „Meinst du, der Kleine hier schafft den weiten Weg?“
Laurelim, der bis dahin weiter auf Sinda eingeredet hatte, verstummte und sah Aduial missmutig an.
„Keine Sorge, Talagos ist stärker und zäher, als er aussieht.“
Aduial nickte ihr zu. Laurelim trat nun auf ihn zu, packte ihn beim Arm und zerrte ihn ein Stück zur Seite. „Du hast doch nicht vor, sie mit zu nehmen?“ Seine Stimme klang barsch.
„Doch, dass habe ich.“ Aduial sagte diese Worte ruhig, jedoch mit einer gewissen Hartnäckigkeit.
„Das geht nicht. Der Weg ist zu weit und zu gefährlich, das können wir nicht riskieren“, brauste Laurelim auf.
Aduial holte tief Luft. „Welcher Weg, Laurelim? Wir haben keine Ahnung, wohin wir reiten, was wir machen sollen. Du hast mir geholfen, vor Asgar zu fliehen, und du weißt Bescheid, jedoch ist das hier meine Mission. Also werde ich entscheiden!“
Schweigen. Plötzlich schämte sich Aduial seiner heftigen Worte. Mit Schrecken stellte er fest, wie eigensinnig und arrogant sie geklungen hatten. Auch Laurelim wirkte betreten. „Entschuldige“, brachte er schließlich hervor.
„Nein. Ich muss mich entschuldigen. Ich habe zu schnell reagiert. Wenn du es ausdrücklich wünschst, dann werde ich Sinda sagen, dass sie zurück reiten soll.“
„Nein. Vielleicht ist es sogar gut, wenn sie uns begleitet. Ich kenne sie sehr lange und weiß, dass sie sich nie wohl gefühlt hat in ihrem bisherigen Leben. Vielleicht ist es das, wonach sie gesucht hat: Einen Auftrag, etwas, wonach sie sich richten kann.“ Jetzt lächelte der Elb sogar. „Lass sie ruhig mitkommen.“
Aduial warf ihm noch einen dankbaren Blick zu, dann stieß er einen Pfiff aus. Er wartete, bis Gwairon dicht vor ihm stand, tätschelte den Hals des Hengstes, packte schnell das Wenige, was er benutzt hatte, in die Satteltaschen zurück und schwang sich in den Sattel. Laurelim tat es ihm gleich. Wenige Minuten später brachen sie auf gen Westen. Aduial hatte Sinda in wenigen Worten ihren Entschluss mitgeteilt und die Elbe hatte sich sichtlich erleichtert gezeigt.
Sie ritten den Tag durch und rasteten erst wieder kurz, als die Sonne bereits unterging. Rote Streifen durchzogen den violetten Himmel, so dass es aussah, als würde das Firmament in Flammen stehen. Auf einer Anhöhe stiegen sie kurz ab und Laurelim deutete nach Westen. „Dort hinten liegt ein kleiner Ort namens Bree. Ein Ort der Menschen, in dem allerdings auch eine Menge anderer Völker verkehren: Zwerge, ein paar Waldelben und das seltsame Volk der kleinen Leute. Hobbits heißen sie. Dort werden wir unsere Vorräte auffüllen und gegebenenfalls eine Nacht bleiben können. Seid ihr damit einverstanden?“
Aduial und Sinda nickten. Vor allem Aduial war es Recht, wenn Laurelim sie anführte. Schließlich kannte er sich in Mittelerde so gut wie gar nicht aus. Selbst jetzt musste er sich eingestehen, dass er im Endeffekt nur auf gut Glück los geritten war, als er Kheleandrà verlassen hatte. Er war froh, jemanden bei sich zu haben. „Anschließend reiten wir nach Süden, nach Gondor. Dort regiert König Elessar. Er war einer der neun Gefährten in den Ringkriegen, er ist der Nachfahre Isildurs. Er ist weise. Vielleicht kann er uns weiterhelfen.“
Nachdem sie noch eine Weile diskutiert hatten beschlossen sie, noch ein wenig weiter zu reiten und dann am Fuße des Hügels ihr Nachtlager aufzuschlagen. Auf dem Weg nach unten unterhielt er sich mit Sinda über König Elessar und dessen Frau Arwen Undomiel, eine Elbe, die für ihre Liebe ihre Unsterblichkeit geopfert hatte. Aduial war fasziniert von dem was er hörte, und er musste sich während des Weiterritts immer wieder eingestehen, dass er so gut wie gar nichts über die Welt außerhalb von Angmar wusste.

(Ramona)