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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel


Noldolante

(Der Sturz der Noldor)



Tausend Reiche sind vergangen,
seit die Stern am Himmel prangen.
Doch am meisten miss ich von all
das Land von Finrods großer Hall.
Beleriand, Beleriand!
In Osses Reich liegt nun das Land.
Wo sind Feanors Söhne hin?
Ich jetzt der einzig letzte bin.
Alt ist das Lied, das ich nun sing,
vom Sturz der Noldor Kunde bring.
Die Noldolante dauert lang.
In Valinor war ihr Anfang.

(Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor)

Feanor, er war Finwes Sohn,
Gemmen warn seines Schaffens Lohn.
Er hatte Silber und Mithril,
doch schöner als sie: Die Silmaril!
Er schuf die Drei aus hellem Stein,
und goss vom Licht der Bäume rein.
Sie leuchteten auch in der Nacht,
vom Stein ging aus gar starke Macht.
Jeder wollte den Stein haben,
und sich an dem  Lichte laben.
Daher sprach das Sternenweib,
wenn Böses rührt an, brennt der Leib.
Trotz Vardas Spruch drehte die Sicht
der böse Melkor auf das Licht,
wollte um die Stein betrügen,
und sähte aus seine Lügen.
Er sprach von Reichen in Endor,
von Menschen die kämen hervor.
So kam das Unheil zum Tuna.
Noldo war gegen den Vala.
Melkor rief zu Indis Söhnen:
„Feanor würde sie höhnen!“
Zwischen ihnen saß wie ein Dorn
nun von Melkor geschaffner Zorn.
Er lehrte sie Schwerter schmieden,
ab jetzt sich die Häuser mieden.
Vorbei war nun die Einigkeit,
auf dies wird folgen großes Leid.
Feanor fand den Plan heraus,
und warf Melkor aus seinem Haus.

(Von der Verdunklung Valinors)

Nach Avathar floh Melkor nun,
doch konnt er ohne Stein nicht ruhn.
Dort lebte eine dunkle Spinn.
Mit ihr ging er zum Tuna hin.
Die Noldor warn bei Manwes Fest.
Herr Finwe bewachte den Rest.
In tiefen Kammern lag der Schatz.
Der Feind, er machte einen Satz!
Finwe hatte tödliche Qual,
die Schwarzen raubten aus den Saal.
Der König war in Mandos Hall,
fort das Werk ihrer Hände all.
Gemmen, Kristall, Silber,  Mithril,
bei Eru auch die Silmaril!
Des Fürsten Hände wurden schwarz,
denn heiß wurde das goldne Harz.
Der Bäume Lichter mischten sich,
die beiden wollten schonen sie nich'.
Das Spinnenweib nahm ihren Dorn,
und trank den Saft wie aus 'nem Horn.
Das Gift wirkte gar fürchterlich,
und Valinor dunkelte sich.
Die Seevögel verstummten nun.
Ardas Volk bemerkte ihr Tun.
Das Böse floh gen Mittelerd'.
Orome verfolgte zu Pferd.
Tot war das Gold- und Silberlaub.
Noch wusste keiner von dem Raub.

(Von der Verbannung der Noldor)

Yavanna sah das tote Holz.
Fort war nun ihrer Werke Stolz.
Nur einmal kann sie schaffen den Saft.
Im Silmaril war letzte Kraft.
Kémi kann die Bäume heilen,
wenn die Noldor den Schatz teilen.
Die Valar sagten zu dem Gnom:
„Bring ihr die Stein aus deinem Dom!“
„Ich geb euch nicht meine Sachen,
und kann sie nur einmal machen.
Nur einmal hat ich diese Kunst.
Und hoch sind sie in meiner Gunst.
Geb ich sie her, zerbreche ich
mein Herz und sterbe unglücklich.“
Nienna brach in Tränen aus.
Gnomen kamen von Finwes Haus.
Sie erzählten von Finwes Blut
und von Melkors Diebesgut.
Melkor voll Wut verfluchte er.
Morgroth nannte er den Räuber.
Die Bösen, verfolgt von Horden,
schwebten zu des Drengists Fjorden.
Den Reitern entflohen bat die Spinn:
„Schwarzherz! Weil ich noch hungrig bin,
reich mir der Noldoli Gemmen!“
Er wollte den Hunger hemmen.
Morgroth gab ihr all zum Saugen,
doch Hunger war in den Augen.
„Den letzten Schatz aus Finwes Haus
sollst rücken du mir noch heraus!“
„Niemals kriegst du diese Steine!“
Das Vieh stach ihm in die Beine.
Morgroth schrie den mächtigsten Schrei,
und es kamen Balrogs herbei.
Die Spinne schlugen die Geister,
und befreiten ihren Meister.
Sie floh nun nach Beleriand,
und hauste vor Melians Band.
Nach Angband ging der dunkle Lord.
Feanor sagte nach dem Mord:
„Morgroth war von Manwe Seinen.
Woll'n wir den hier ewig weinen?
Es ist kein Licht an diesem Ort.
Warum gehen wir denn nicht fort?
Hier sind wir nur in Sklaverei!
In Mittelerde sind wir frei.
Söhne, wollt ihr weg von dem Leid,
so schwört bei Eru meinen Eid!“
„Ob Dämon, Vala, Mensch oder Elb,
wer immer hat der Steine Gelb,
werden wir jagen für immer,
bis sie sind am Leben nimmer!“
schwor nun Feanor jeder Sohn.
Grausamer Krieg wird sein ihr Lohn.
Fingolfin war zwar dagegen,
doch Nerwen gab ihm den Segen.
Die meisten Gnomen wollten fort,
doch war er Herr von falscher Sort'.
Zum  Herr wollten sie Fingolfin,
und zogen nun getrennt dahin.
Feanor führte gen Norden
seine und Fingolfins Horden.
Doch zwischen Endor und Aman
man nur zu Schiff gehen kann.
Drum fragte er nach Kähnen
den Herrn Häfen und Schwänen.
Olwe gab ihnen keinen Kahn,
denn er erkannte seinen Wahn.
Seine Schar raubte die Fähre,
die Teleri warfen Speere.
So begann das schlimmste Unrecht:
Mord unter Eldar im Gefecht.
Fingolfin sah nun diese Schlacht,
und hat auch noch mitgemacht,
denn er wollte sein Volk retten,
und nicht sehen es in Ketten.
Es siegten die Noldorschwerter,
denn ihr Eisen war viel härter.
Dies nannte man den Sippenmord.
Die Gnom verließ nun diesen Ort.
Doch nun sahen sie Námo an,
sein Wort in ihre Ohren schwamm:
„Mögen Tränen aus euch fließen!
Wie konntet ihr Blut vergießen?
Nie wird unsrer Zorn genommen!
Nie sollt ihr die Stein bekommen!
Ihr habt Aman mit Blut befleckt.
Mein Fluch folgt euch, bis ihr verreckt!“
Manche bekamen große Schauer,
und sie blieben dort auf Dauer.
Finarfin nahm ihre Zügel.
Sie lebten am Tunahügel.
Vom Mord sprach Manwe sie nun frei,
die andren blieben noch dabei.
Sie warn nun dem Malmeisriff,
Zu viele warn sie für die Schiff.
Nun fuhrn erst Feanors Heere
über die eiskalten Meere.
Sie landeten an Drengist Fjord.
„Wer soll nun hol'n die andre Hord'?“,
fragte Maedhros ganz ohne Hast.
„Keiner. Sie wär'n nichts mehr als Balast!
Jene, die mir nur bringen Hohn,
sollen bekommen ihren Lohn!
Wer meinem Bruder hörig ist,
soll grausam spüren mein List!
In Manwes Käfig solln sie sein!
Werft in die Schiffe Fackeln rein!
Rot sollst du brennen, Elbenkahn“,
lachte er laut in seinem Wahn.
Am Malmeis sah man rote Glut.
Der Hass auf den Verrat fand nun Mut.
Über das Malmeis gingen sie.
Viele erreichten Endor nie.
Von Mandos Fluch war dies die Frucht.
Nun erreichten sie Endors Bucht.
Es ging auf das silberne Licht.
Die Blüte gab ihnen nun endlich Sicht.

(Robert / Maglor)