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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel



Nimrodel, Silberlauf und Anduin sind die Wächter Lóriens.
Schneller als jeder Bote tragen sie Nachricht auf ihren Wellen ins Land.
Klagend oder lachend verkünden sie ihre Botschaft,
sanft oder aufgebracht fließen sie in ihren Betten.
Alt sind sie, so alt, das ich mich neben ihnen jung fühle und voller Leben.
Schön ist es hier am Silberlauf.
Lachend lausche ich seinen Geschichten.
Viel hat er zu erzählen, soviel, dass sich in meinem Kopf schon alles dreht.
Er erzählt mir von dem Schnee in den Bergen,
wie er sich jung seinen Weg zwischen das Eis bahnt
und wie die Sonne ihn erwärmt, dort so hoch oben, dem Himmel so nah.
Von Blumen erzählt er,
die ihre Blüten in der Sonne entfalten und sich singend der Sonne entgegen strecken
und von den Bäumen Lóriens.
Ich lausche seinen Worten und sein Wasser umfließt meine Füße.
Er erzählt von Tieren, die an seinen Ufern trinken
und von allerlei seltsamen Wesen, die er sah.
Grüße richtet er mir aus, von anderen Elben die er traf auf seiner Reise.
Er freut sich auf seine Brüder Anduin und Nimrodel
und ist begierig darauf die Stelle zu erreichen, an der sie sich vereinen.
Tief steht die Sonne schon als ich mich von ihm verabschiede
und Grüße sende ich ihm mit für seine weite Reise,
an Nimrodel und Anduin und an die schönen Völker.

Unter den Mallorns wandele ich.
Sonne umspielt die Bäume und das letzte Licht zaubern Bilder in mein Haar.

Leise raschelt das Laub, unhörbar für das Ohr der sterblichen,
eine getragene Melodie des Vergangenen.
Wind streicht sanft über die Blätter, ein Lied des Waldes,
er singt vom neuen Sommer, der vor uns liegt
und freut sich auf die warmen Strahlen der Sommersonne
und der warmen Winde.
Leise stimme ich ins Lied mit ein, bemüht es nicht zu stören
und schon erscheint der Wald so wach und klar
und klangvoll, als wär er voller Chöre.
Vom Frühling singen wir, von Pracht und neuem Leben.

Schon ist das Lied vorüber, doch traurig bin ich nicht,
denn vor mir dort am Ufer erscheint mir helles Licht.
Der Baum der Bäume, in Lórien er wohnt und Celeborn
und Galadriel in seiner Krone trohnt.
Vielfarbig ist sein Anblick, so wie die Elbenmäntel, so schön.
Freunde rufen schöne Worte, Begrüßung überall,
Lampen, hell und leuchtend, der Elbenstimme Schall.

So war einst Lórien gewesen und groß war seine Pracht.
Doch war dies einst gewesen, verloren seine Macht.
Doch voll Freude soll man sich erinnern an unser schönes Land
und immer soll es schimmern, der Freude helles Band.


(Ischara Celebrindúlin)