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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel



Die Nacht ist noch jung doch dunkle Schatten durchwirken sie.
Der Wind streicht durch die Bäume, doch sein Lied ist getrübt.
Hell und klar sollte Ithils Strahlen jetzt das Land erreichen,
doch sein Licht ist seines Glanzes beraubt.
Mein Herz wird schwer. Die Zeichen der Welt sind schwer zu deuten. Gefahr?
Anduins Gesang ist getrübt, alles liegt unter einem grauen Schatten.
Das liedlose Auge sucht nach den Pforten von Lórien.
Wie lange können wir seinem starren Blick noch widerstehen?
Schlechte Nachrichten bringen Lóriens Boten.
Von dunklen Gestalten spricht ihre Botschaft und von ihrer schwarzen Größe.
Feinde wurden gestellt, getötet bei dem Versuch ihre dunklen Schatten nach Lórien zu tragen.
In den Bäumen, unser Schutz, hinter den Grenzen unser Untergang.
Geräusche dringen an mein Ohr, aufmerksam durchleuchten meine Augen die Dunkelheit.
Viele Wachen sind heut Nacht gestellt, ihr Auftrag ohne Zweifel.
Der Wald voll wacher Augen und gespitzten Ohren.
Töricht ist es einen Fuß in unseren Wald zu setzen.
Töricht ist der Schatten, der sich unter meinen Augen bewegt.
Ein leiser Laut lässt mich aufhorchen.
Auch Celendar hat den Eindringling bemerkt.
Sein Posten nur wenige Schritte von dem meinigem entfernt.
Nahe, ganz nahe ist der Schatten jetzt, kein Elb ohne Zweifel.
Seine Schritte hallen wie Donner unter dem Blätterdach,
sein Atem so laut wie der eines Drachen;
ein Ork.
Ein einzelner Ork!
Eine Falle?
Kein Ork ist so mutig oder so dumm.
Ein Windhauch in meinem Rücken.
Es ist Celendar, in seinen Augen steht Besorgnis.
Die anderen Wachen wissen um unseren ungebetenen Gast.

Wir verstehen uns ohne Worte und Schatten gleich gleitet er hinab auf die unteren Äste seine Augen auf den Ork gerichtet.
Gespannt liegt der Bogen in meinen Händen, den Pfeil bereit sein Ziel zu treffen.
Ein dumpfer Laut durchbricht die Stille.
Doch nicht der Ork fiel unter des Malhorn goldenen Schatten.
Ein roter Pfeil streckte Celendar nieder.
Glänzendes Blut breitet sich unter seinem Körper aus und tränkt die goldenen Wurzeln.
Ein Horn erschallt in der Nacht.
Das schwarze Heer breitet sich wie Pest unter den Bäumen aus...

Tränen in den Augen erwache ich aus meinem Schlaf und doch wäre ich froh jetzt wieder dort zu sein unter des Malhorns goldenem Schutz.
Doch Lórien ist vergangen.
...und wieder blicke ich zu den Sternen.

(Ischara Celebrindúlin)