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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Anôra

Sie wurde als Anoriel im Jahr 3283 in Rómenna geboren. Ihren Namen erhielt sie wegen ihren feuerroten Haaren, die, genau wie die blitzenden grünen Augen, eine Seltenheit unter den Númenórern waren. Ihre Eltern gehörten zu den Getreuen und den einflussreichsten Feinden Saurons, denn sie stammten aus der Linie des Elros Tar-Minyatur und waren trotz ihres beinahe offenen Widerstandes gegen Sauron und den König hoch angesehen, was Sauron lange Zeit daran hinderte, sie in seinen Verliesen oder im Tempel Melkors enden zu lassen. Anoriel war das älteste Kind von Calíondo und Celebriel, die außer ihr noch zwei Söhne hatten. Die Eltern haben allen drei Kindern heimlich Elbisch beigebracht, doch obwohl Anoriel intelligent war und schneller und leichter lernte als ihre Brüder, so machte sie es nur auf Anweisung der Eltern und ohne Vergnügen. Viel mehr Freude bereitete es ihr, in den umliegenden Ländereien umherzustreunen oder auf den aus dem Meer hervor ragenden Klippen zu klettern, und oft sah man sie auch in wildem Galopp und ohne Sattel durch die Felder reiten. Obwohl ihre Eltern ihr aus Sorge mehrmals verboten hatten, zu den Klippen zu gehen oder auf halbwilden Pferden durch die Umgebung zu jagen, hatten ihre Verbote nur dazu geführt, dass Anoriel sich heimlich wegschlich. Als sie älter wurde, begannen die Leute ihr nachzusagen, dass in ihr sowohl die Schönheit als auch der ruhelose Geist ihrer Vorfahrin, der Königin Tar-Ancalime zurückgekehrt seien, und sie bekam von den Getreuen den Beinahmen Kuldaril. Doch je älter sie wurde, desto größer wurde die Kluft zwischen ihr und ihrer Familie, denn sie war zu stolz, um die Valar als die wahren Herrscher anzuerkennen, und für die Eldar, ihre Sprache und ihre Lehren hatte sie nur ein spöttisches Lächeln übrig. Nach einiger Zeit gaben Celebriel und Calíondo es auf, sie weiterhin in den Künsten der Elben zu unterrichten, und wandten sich ganz ihren Brüdern zu, während Anoriel noch öfter von Zuhause wegging und oft mehrere Tage wegblieb. Doch sie vertrauten ihrer Tochter weiterhin, und schlossen sie nicht von ihren Angelegenheiten aus, auch nicht, als sie mit mehreren anderen Familien der Getreuen, von denen einige heimlich am Hof des Königs lebten, einen Aufstand gegen Sauron zu planen begannen. Doch Sauron hatte über kurz oder lang von diesem Plan erfahren, und er konnte auch herausfinden, dass Calíondo und Celebriel die Anfüher waren. Es gelang ihm aber nicht zu erfahren, wer die bei Hof lebenden Verschwörer waren. So beschloss er, Calíondo und Celebriel endgültig aus dem Weg zu räumen und gleichzeitig auch die Namen der Übrigen zu bekommen. Eines Nachts brachen Soldaten in ihr Haus ein und führten sie in Armenelos Sauron vor. Als dieser Celebriel und Calíondo aufforderte, die Namen der anderen Verschwörer zu verraten, blieben sie stumm, auch als er drohte, sie selbst und ihre Kinder dem Tod zu übergeben. Aber plötzlich trat die zu der Zeit 16-jährige Anoriel vor, kniete vor Sauron nieder und bat um die Erlaubnis, ihm die Namen der Verräter sagen zu dürfen. Und obwohl ihre Eltern sie anflehten, zu schweigen und somit die anderen Familien vor dem Tod zu bewahren, sagte sie alles. Sobald Sauron auf diese unerwartete Weise erfahren hatte, was er wollte, ließ er ihre Brüder und ihren Vater in den Tempel Melkors führen und sperrte Anoriel und ihre Mutter in den Verliesen ein. Celebriel starb noch an diesem Tag, denn sie konnte den Verrat ihrer Tochter und den Tod ihrer Söhne und ihres Mannes nicht verkraften, doch Anoriel wurde gegen den Abend des dritten Tages wieder vor Sauron geführt, und er sprach die ganze Nacht mit ihr. Seitdem hat man in der Außenwelt nichts mehr von Anoriel Kuldaril gehört oder gesehen, und man nahm an, dass sie mit ihrer Familie umgekommen war. Doch 9 Jahre später erstand Anoriel als Lady Anôra, die Hofdame von Ar-Pharazôn und heimliche Vertraute von Sauron wieder auf, denn sie war in den geheimen Räumen des Palastes aufgewachsen und ist in der Zeit von Sauron unterrichtet worden. So kannte sie als Einzige Saurons wirklichen Pläne und seinen Hass auf Númenor und den König. Anôra sprach fließend sowohl Adûnaíc als auch Sindarin und Quenya, doch sie beherrschte auch die Sprache Mordors. Sie konnte fast jeden Menschen ihrem Willen gefügig machen, und gewann das Vertrauen eines Königsmannes ebenso schnell wie das eines Getreuen. Sie war beweglich und kaltblütig, keine Wand war ihr zu hoch, und kein Weg zu gefährlich, denn Anôra hatte gelernt, sich sowohl mit Worten als auch mit Waffen zu verteidigen, und beides beherrschte sie perfekt. Der einzige Herr, den sie kannte, war Sauron, und kein anderer konnte sie stoppen, wenn sie etwas erreichen wollte.
(Polina)