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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Aus „The lost road“

"Und siehe, was dann passierte, Schritt für Schritt. Zuerst enthüllte er nur Geheimnisse der Kunstfertigkeit und lehrte die Herstellung vieler nützlicher Dinge, und sie schienen gut. Unsere Schiffe bewegen sich nun ohne Wind und viele sind aus Metall gemacht, das verborgene Felsen zerschneidet. Und sie sinken weder bei Windstille noch bei Sturm; aber sie sind nicht mehr schön anzusehen. Unsere Türme werden immer stärker und wachsen immer höher, aber Schönheit lassen sie auf der Erde zurück. Wir, die wir keine Feinde haben, sind gerüstet mit unüberwindlichen Festungen - zumeist nach Westen. Unsere Waffen sind vermehrt wie für einen jahrhundertelangen Krieg, und die Menschen hören auf, Liebe und Sorge zur Herstellung anderer Dinge, zum Gebrauch oder zur Freude, aufzuwenden. Aber unsere Schilde sind undurchdringlich, unseren Schwertern kann nicht widerstanden werden und unsere Pfeile sind wie Donner und gehen meilenweit, ohne zu fehlen. Wo sind unsere Feinde? Wir haben begonnen, einander selbst zu erschlagen. Denn Númenor, das so groß war, scheint nun eng. Männer begehren daher das Land, das andere Familien schon lange besitzen. Sie benehmen sich wie Männer in Ketten.
Wovon Sauron Erlösung versprochen hat; er hat den König gebeten, seine Hand zu einem Reich auszustrecken: gestern war sie über dem Osten. Morgen - wird sie über dem Westen sein.
Wir hatten keine Tempel. Aber jetzt ist der Berg geschändet. Seine Bäume sind gefällt, und er steht nackt; und auf seiner Spitze ist ein Tempel. Es ist aus Marmor, und aus Gold, und aus Glas und Stahl, und ist wunderbar aber schrecklich. Niemand betet dort. Er wartet. Denn lang nannte Sauron nicht seinen Herrn bei dem Namen, der von alters her auf dieser Insel verflucht wird: Er sprach zuerst von dem Starken, von der ältesten Macht, oder dem Meister. Doch nun spricht er offen von Alkar, von Morgoth. Er hat seine Rückkehr vorausgesagt. Der Tempel soll sein Haus sein. Númenor soll der Sitz der Weltherrschaft werden. Inzwischen wohnt Sauron dort. Er überblickt unser Land von dem Berg, und er hat sich über den König aufgeschwungen, den stolzen Tarkalion aus dem Geschlecht, das von den Herren ausgewählt ist, aus der Nachkommenschaft von Earendil."
(J. R. R. Tolkien, übersetzt von Gernot Katzer)