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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Die Erben des Mîm

Grîm wurde im Jahre 1209 des Dritten Zeitalters geboren, noch bevor sich der Schatten im Düsterwald neu erhob. 10 Jahre darauf wurde sein Bruder Derint geboren. Die beiden lebten in den Blauen Bergen, in einem Kleinzwergendorf, dessen Name schon längst vergessen ist.
Ihre Eltern, Dfarm und Nadra, herrschten über das Kleinzwergendorf, denn sie waren aus der Sippe des Kleinzwergs Mîm und der Enkel des Mîm gründete das Kleinzwergendorf im 2. Zeitalter, 10 Jahre nach dem das Feuer von Angband getilgt wurde und der Dunkle König aus den Mauern der Welt verbannt wurde. Grîm und Derint unterschieden sich seit ihrer Geburt nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Charakter. Grîm sah mehr einem Kazhad ähnlich, als einem Kleinzwerg. Er war größer als die anderen Dorfkinder und auch viel schöner. Er hasste weder Elb, Zwerg oder Mensch und hegte keinerlei Vorurteile gegen andere Völker. Allerdings war er ziemlich jähzornig, viele die ihn reizten, bereuten es später und alle begegneten ihm mit Respekt, nicht nur weil er der Sohn von Dfarm war. Sein Bruder Derint war dagegen ein typischer Kleinzwerg: klein, hässlich und hasste von Elb bis Mensch alles, was kein Kleinzwerg war. Das ist insofern erstaunlich, weil Derint noch nie andere Völker gesehen hat. Derint war ein eher ruhiger Typ und interessierte sich mehr für die Wälder und Pflanzen, als für das Raufen mit Gleichaltrigen Trotz der Unterschiede verstanden sich die Brüder sehr gut.
Doch als Grîm 30 und Derint 20 Jahre alt war, beging Dfarm einen furchtbaren Fehler. Er verlangte die Errichtung einer Mine an der Ostseite des Dorfes. Er ahnte nicht, dass dort ein Drache schon seit Jahrtausenden schlief. Dieser Drache gehörte zu den wenigen Überlebenden der Schleifung von Angband und versteckte sich hier, noch bevor die Kleinzwerge kamen. Als die Kleinzwerge den Drachen bemerkten, war es bereits zu spät. Der Drache erwachte mit einem schier unglaublichem Hunger und stürzte sich auf das Dorf. Die Kleinzwerge waren wehrlos und flohen in alle Richtungen, aber der Drache erwischte die meisten. Grîm und Derint wanderten im Wald auf der Suche nach Brennholz und sahen vom Weiten wie der Drache im Dorf wütete. Als der Drache dann auf sie zuflog, rannten sie auseinander und flohen, jeder in eine andere Richtung. Wie sie dennoch überlebten, weiss niemand. Grîm gelangte zufällig auf langen Umwegen halb tot nach Bruchtal und Elrond nahm ihn freundlich bei sich auf. Er erlernte dort viel über die Elben und die Geschichten aus den vergangenen Zeitaltern. Elrond persönlich brachte ihm Sindarin bei und wurde ein großer Freund des Grîm.
Derint wurde in den Wäldern bei Bree bewusstlos von den Halblingen gefunden und in ihre Siedlung gebracht. Dort wuchs er auf und lernte viel über die Heilkünste der Natur, denn damals waren die Halblinge viel naturverbundener. Derint hatte ein spezielles Talent, um Leute zu heilen und war geschickter als so mancher Arzt. In Bree ließ er schließlich alle Vorurteile fallen.
Nach 50 Jahren zog es die beiden hinaus in die weite Welt und sie verließen ihr neues Zuhause. Die Hobbits schenkten Derint vor seiner Abreise einen großen Beutel mit Pfeifenkraut und Elrond gab Grîm auf seine Reise ein wahrhaft königliches Geschenk: eine Mithrilaxt mit einem eingesetzten Elbenstein, der die Dunkelheit vertrieb. Beide zogen Richtung Osten und begegneten einander am Fuß des Nebelgebirges. Fröhlich zogen sie weiter und gelangten an die Tore von Rhaz-gard, welche von den Orks belagert wurden. Aber Grîm kämpfte sich mit seiner Axt durch und vertrieb die Orks. Die Zwerge der Stadt dankten ihm und gaben ihm den Beinamen Silberaxt. Schon damals regierte der König Khamlan und er nahm die Kleinzwerge bei sich auf. Nach 9 Jahren ergebener Treue ernannte der König Grîm zu dem Heerführer seiner Armee und Derint wurde der Verwalter der Stadt. Er war aber auch ein sehr gefragter Arzt und er heilte jeden, ob arm oder reich. Dies war damals die Blütezeit für Rhaz-gard und die Stadt florierte. Grîm heiratete eine hübsche Zwergin, die ihm zwei Söhne gebar: Hunjark und Drîm. Derint heiratete niemals, er bevorzugte das Leben in der Einsamkeit.
73 Jahre später starb Grîms Frau und Grîm verließ Rhaz-gard, aber seine Söhne blieben und wurden die Leibwache des Königs. Auch Derint war das Leben in Rhaz-gard satt und zog mit seinem Bruder weiter. Die beiden besuchten das Bruchtal und Bree und ließen sich schließlich im Gebirge des Ered-Luin nieder, wo Grîm eine Schmiede eröffnete um das Ende seiner Tage zu verbringen. Derint wanderte ein Jahr an der Küste umher, kehrte aber bald zurück und handelte mit den Waren seines Bruders.
(Krystian)