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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Auf der Wetterspitze

Früh am nächsten Morgen verließen die Hobbits unter Streiters Führung Bree. Um nicht gesehen zu werden, wanderten sie fernab der Straße mitten durch die Wildnis.
"Woher wissen wir, dass dieser Streiter ein Freund von Gandalf ist?" fragte Merry leise.
"Wir haben keine Wahl und müssen ihm vertrauen", antwortete Frodo.
Streiter, der das Gespräch trotz der Vorsicht der Hobbits mitbekommen hatte, sagte nichts, doch er war sehr sauer auf Peter Jackson, denn er fragte sich, warum jener es aus dem Drehbuch gestrichen hatte, dass Gerstenmann Butterblume den Hobbits den Brief Gandalfs gibt, der seine Identität bewiesen hätte.
"Wohin führt er uns?" überlegte Sam.
"Nach Bruchtal zu Elronds Haus", erklärte Streiter.
Sie wanderten eine kleine Ewigkeit weiter, in der niemand sprach. Plötzlich blieben die Hobbits stehen.
"Meine Herren, wir werden vor Sonnenuntergang nicht rasten", forderte Streiter sie zum Weitergehen auf.
"Was ist mit einem Pfeifenkrautjoint?" wollte Pippin wissen.
"Ihr hattet schon einen."
"Wir hatte einen, ja. Aber was ist mit einem zweiten Joint?"
Streiter schüttelte den Kopf und drehte sich um, um den Weg fortzusetzen. "Ich muss mir meine Rationen auch einteilen, also weiter geht´s."
"Ich glaube, er kennt keinen zweiten Joint am Morgen, Pip", stellte Merry fest.
"Was ist mit einem Elf-Uhr-Joint, Mittagsjoint, Nachmittagsjoint, Abendjoint? Er kennt sie doch, oder?"
"Ich würde mich nicht darauf verlassen."
Streiter bückte sich, riss eine wild wachsende Pfeifenkrautpflanze aus dem Boden und warf sie Pippin an den Kopf. "Hier, dreh dir einen Joint."
"Bahhh", kam es von Pippin. "Wildes Kraut würde ihm nicht annähernd das Aroma verleihen, welches er haben sollte."


Weit weg von Streiter und den Hobbits stand Saruman in Isengard vor seinem Palantir.
"Isengard steht zu deinem Befehl, Sauron, Herr der Erde."
"Schaffe mir eine Armee, die Mordor würdig ist", ertönte eine raue, fast unwirkliche Stimme. "Ach ja, Saru, und nachher kannst du mal wieder vorbeikommen. Ich fühle mich einsam in meinem Bett."
"Ja, mein Geliebter... äh Gebieter."
Saruman ließ zwei Orks kommen, denen er Saurons Befehl mitteilte. Sofort wurde alles für die Aushebung eines Heers veranlasst: Die Bäume in der ganzen Gegend wurden gefällt und die Erzminen wurden bis auf die letzte Ader ausgebeutet.


Streiter hatte mit seinen Gefährten die Wetterspitze erreicht. "Dies war der große Wachturm von Amon Sul", erklärte er. "Wir werden heute Nacht hier bleiben."
Während die Hobbits sich in einer von einem Fels geschützten Ecke ein Lager bereiteten, warf Streiter ihnen vier Kurzschwerter zu, die sie zu einer möglichen Verteidigung nutzen sollten.
Es wurde schnell dunkel und Frodo legte sich völlig erschöpft schlafen. Später wurde er plötzlich wach und er sah Merry, Pip und Sam in einer Ecke einen Joint rauchen, während sie am Lagerfeuer etwas kochten.
"Was macht ihr da?"
"Pfeifenkrautjoints, Pfeifenkrautpillen, Pfeifenkrautsaft."
"Wir haben dir etwas übrig gelassen, Herr Frodo."
Frodo rannte zum Lagerfeuer und stampfte es mit den bloßen Füßen aus. "Ihr spinnt doch total, ihr habt euer Gehirn verkifft."
"Oh, Asche auf meinen Pillen", stellte Pippin fest.
Bevor jemand etwas erwidern konnte, war ein Nazgûl-Schrei laut durch die Nacht zu hören. Die Hobbits zogen sofort ihre kurzen Schwerter und stellten sich Rücken an Rücken auf. Die Krautgeister hatten den Amon Sul bereits umzingelt und näherten sich den Hobbits langsam von allen Seiten. Merry, Pippin und Sam stießen sie achtlos beiseite und konzentrierten sich auf Frodo, der zurückwich und hinfiel. Ein Nazgûl beugte sich mit erhobenen Schwert über den Ringträger. In seiner Angst setzte Frodo den Ring auf und sah nun die Krautgeister in ihren wahren Gestalt, vom Pfeifenkraut ausgemergelt. Augenblicke später stieß ihm einer der Nazgûl sein Schwert durch die Schulter. Frodo gellte laut auf und zog den Ring wieder von seinem Finger.
Endlich kam Streiter angerannt, in der einen Hand sein Schwert, in der anderen eine Fackel, mit denen er die Krautgeister von den Hobbits vertrieb, dem Abgrund des Amon Sul entgegen. Die Nazgûl flüchteten.
"Streiter! Du mußt ihm helfen", schrie Sam, der beim verletzten Frodo saß.
Streiter untersuchte Frodos Schulter, doch konnte er dem Hobbit nicht helfen. "Er wurde von einer Morgul-Klinge verletzt. Solch eine Wunde zu heilen liegt jenseits meiner Heilfähigkeiten. Er braucht die Hilfe der Elben. Kommt!"
Streiter trug Frodo auf einer seiner Schultern davon und gebot den anderen ihm zu folgen.
"Wir sind sechs Tage von Bruchtal entfernt. Er wird es nie schaffen", rief Sam dem Waldläufer nach, doch seine Worte blieben unerwidert.


Die Gefährten hetzten die folgenden Tage durch die Wälder.
"Herr Frodo? Er wird kalt!" stellte Sam besorgt fest.
"Wird er sterben?" wollte Pippin wissen.
"Er gleitet langsam hinüber in die Welt der Geister. Bald wird er selbst einer sein."
"Vielleicht braucht er einen Joint", schlug Merry vor.
Streiter warf ihm einen bösen Blick zu. An Sam gewandt sagte er: "Kennst du die Athelas-Pflanze? Königskraut?"
"Ja, Königskraut."
"Es kann das Gift in Frodos Körper ein wenig hemmen."
Streiter gab Sam eine Fackel, die ihm beim Suchen der Pflanze behilflich sein sollte, und hielt ebenfalls nach dem Königskraut Ausschau. Er fand zwar welches, doch kam er nicht weit mit ihm, denn jemand hielt eine Schwertklinge an seine Kehle.
"Ein Waldläufer...", erklang eine weibliche Stimme.


"Frodo... Ich Arwen, tu Frodolein. Lasto bitte nicht dörren deine Angel." (In anderen Quellen heißt es: "Im Arwen. Telin le thaed. Lasto beth nin, tolo dan na ngalad". Übersetzung: Ich bin Arwen. Ich bin gekommen, um dir zu helfen. Höre meine Stimme. Komme zurück ins Licht.)
"Wer ist das?" wollte Merry wissen, der die weiß gekleidete Frau beobachtete, die in einer fremden Sprache mit Frodo sprach.
"Eine Elbe", sagte Sam.
"Ich kann ihm nicht helfen", erklärte die Elbe Arwen. "Wir müssen ihn zu meinem Vater bringen."
"Wo willst du ihn hinbringen?" fragte Sam.
Arwen und Streiter legten Frodo sanft auf den Rücken des Pferdes der Elbe.
"Dart kun i besser. Reich mir a toll´ Dart-pfeil", sprach Streiter zu ihr. (In anderen Quellen heißt es: "Dartho guin berian. Rych le ad tolthathon". Übersetzung von beidem: "Bleib bei den Hobbits. Ich werde Pferde nach euch schicken lassen.")
Doch Arwen entgegnete ihm: "Oh noin, ma Bath riecht wie Ellis Imbiss". (In anderen Quellen heißt es: "Hon mabathon. Rochon ellint im". Übersetzung von beidem: "Ich bin der schnellere Reiter. Ich werde ihn nehmen.")
"An der Lunt is Fenchel", sagte Streiter. (In anderen Quellen heißt es: "Andelu i ven". Übersetzung von beidem: "Die Straße ist zu gefährlich.")
"Was reden sie?", kam es von Pippin.
"Frodo, pfüeti. A Astra sollt i haben hier, Türen weit, nicht besonders hoch.", sprach Arwen weiter. (In anderen Quellen heißt es: "Frodo fir. Ae athradon i hir, tur gwaith nin beriatha hon." Übersetzung von beidem: "Wenn ich den Fluß überquert habe, wird die Macht meines Volkes mich beschützen.") "Ich fürchte sie nicht."
"Reite so schnell du kannst, blicke nicht zurück, Arwen! Und keine Kiffpausen zwischendurch."
Arwen setzte sich hinter Frodo auf den Sattel und ritt davon. Schon bald waren acht der Krautgeister auf ihren schnellen Pferden hinter ihr her. Mehrmals wäre es ihnen fast gelungen, ihr Frodo zu entreißen, doch die Elbe war schneller. Schließlich erreichte sie einen Fluss, den sie überquerte. Am anderen Ufer angekommen, drehte sie ihr Pferd herum und sah auf der anderen Seite des Flusses die Nazgûl stehen.
"Gib uns den Halbling, Elbe!" forderte einer der Schwarzen Reiter.
"Wenn ihr ihn haben wollt, dann kommt."
Angestachelt begaben sich die Nazgûl langsam durch das Wasser.
"Nein, oh Chithaeglir, lasto bithe da immer nicht verbruinen dat Pletzchen in Ullas Ofen", flüsterte Arwen. (In anderen Quellen heißt es: "Nin o Chithaeglir, lasto beth daer, Rimmo nin Bruinen dan in Ulaer!" Übersetzung von beidem: "Gewässer des Nebelgebirges, hört das große Wort. Strömt die Gewässer gegen die Krautgeister.")
Mit entsetzlicher Wucht krachte eine riesige Flutwelle durch das Flußbett und riss die Krautgeister mitsamt ihren Pferden davon.
Arwen schenkte Frodo wieder ihre Aufmerksamkeit. "Frodo, nein, Frodo, gibt nicht auf. Nicht jetzt..."

(Heike)