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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Saruman

Saruman der Weiße stand in seinem Turm von Isengart und ging in seinem Gemach umher. Dabei beäugte er den bei ihm stehenden Lurtz, den Anführer der von ihm geschaffenen Uruk-hai. In seiner Hand hantierte er mit einer Nagelfeile an seinen zarten Fingernägeln herum. Tägliche Maniküre war Pflicht im Hause Isengart. Der Zauberer rümpfte die Nase, irgend etwas musste beim Klonen schief gegangen sein, denn Lurtz stank bestialisch, war hässlich und hatte fettige, schleimige Haare, die ihm in dicken Strähne hinunter hingen. Saruman seufzte... bis er sich seine Traumfrau klonen könnte, müssten seine Mitarbeiter noch das ein oder andere Gen erforschen. Und was viel schlimmer war, selbst die Gene, die seine weißen Haare verursachten, waren bisher nicht ausfindig gemacht worden. Wie soll ein Mann auch bei Frauen erfolgreich sein, wenn er weiße Haare hatte? Na ja, es gab genug Übergangsmöglichkeiten in Isengart. Saruman blickte aus einem der Fenster im Turm und sah tief unter sich Horden von Orks arbeiten. Diesmal seufzte er noch eindringlicher als zuvor.
Der Zauberer näherte sich wieder Lurtz und fragte diesen: "Weißt du, wie die Orks entstanden sind?"
Doch Lurtz glotzte nur blöd und gab keine Antwort.
"Sie waren einst Elben, doch den dunklen Mächten gefielen ihre langen, Haare und femininen Gesichter nicht. Sie wollten richtige Männer, starke Männer, Männer, bei deren Anblick man auch sofort sah, dass sie Männer waren.", führte Saruman weiter aus.
Saruman trat dem Ork so nah, dass er die Mitesser in seinem Gesicht sehen konnte. "Nun, ich habe nicht nur Orks geschaffen, sondern ganz besonderes, die Uruk-hai. Und weißt, was besonders an dir und deinen Kumpanen ist?"
"Äääähhhheeehh", verneinte Lurtz.
"Also gut, ich werde es dir erklären. Ihr seid noch stärker, ihr habt eine unglaubliche Kondition und ihr könnt Sonne vertragen. Und was das beste und grandioseste an euch ist und was euch von nahezu sämtlichen Wesen Mittelerdes unterscheidet, ist, dass ihr nie pfeifenkrautsüchtig werden könnt, weil ihr diese Pflanze verabscheut. Hehehe... upps, wo wir gerade dabei sind, werde ich mir schnell eine Pfeife genehmigen."
Saruman ging zu einem Schränkchen, holte eine Pfeife hervor und stopfte sie bis zum Überquellen mit Pfeifenkraut. Als er Lurtz´ neidenden Blick sah, klopfte er ihm auf die Schulter und sprach: "Ach, mein Sohn, glaube mir, aber es ist besser so, wenn ihr das Zeug nie probiert. Und nun sage mir: Wem dienst du?"
"Saaarrrumaaaan", zischte Lurtz leise.
"Gut", gab der Zauberer zur Antwort. "Wenigstens ein Wort, dass du sprechen kannst..."
Saruman ließ seine Uruk-hai rüsten und mit Kriegsfarben bemalen. Als sich alle unter ihm - er stand mit Lurtz auf einer Brücke - niedergelassen hatten, erhob der Zauberer seine mächtige Stimme: "Ihr kennt keinen Schmerz und ihr kennt keine Furcht, ihr ertragt die Sonne und glücklicherweise kein Pfeifenkraut, und ihr seid meine Diener. Alles wichtige Voraussetzungen für eure Mission, die ihr für mich ausführen sollte. Lurtz wird euer Befehlshaber sein."
Die Uruku-hai grölten und jubelten, doch hielten sie ein, als Saruman den Arm hob. "Ach, was ich vergessen hatte...", begann er mit leiser, hinterhältiger Stimme, "... wenn ihr wieder in Isengart seid, werde ich euch mal erklären, wie man sich richtig schminkt. Eure Kriegsbemalung ist furchtbar."
Der Zauberer lachte auf und drehte sich Lurtz zu, der ebenso entgeistert guckte wie die anderen Orks. Mochten sie nur alle stöhnen, aber so wie heute wurde sie garantiert nicht noch einmal Isengart verlassen. Rote und weiße Schminke einfach ins Gesicht geklatscht, pfff. Saruman holte bei diesen Gedanken seine Nagelfeile aus einer Tasche hervor...
"Nur du wirst gleich meine Absichten dieser Mission erfahren, Lurtz. Die anderen gehorchen dir, erzähle ihnen nicht mehr als nötig. Wenn du deine Arbeit gut erfüllst, läßt sich vielleicht ein kleiner Privatunterricht im Schminken einrichten."
Lurtz grinste freudig.
"Ihr werdet die Gruppe verfolgen und angreifen. Einer von den Halblingen trägt etwas bei sich, was ich sehr begehre. Ihn sollst du mir bringen, unversehrt, den anderen entreiße ihren Pfeifenkrautvorrat, vertreibt sie und bringt mir das Kraut."
Der Ork stieß ein Grunzen aus, das einem Lachen ähnelte. "ich verstehe, Meister, ihr und der Halbling..."
"Hohlkopf! Der Halbling interessiert mich nicht. Er trägt etwas sehr wertvolles bei sich - einen Ring. Und nur dir werde ich jetzt anvertrauen, was es mit diesem Ring auf sich hat. Er macht seinen Besitzer zum Herr über das ganzen Pfeifenkraut Mittelerdes."
Lurtz stutzte, schlug sich dann mit einer Hand gegen den Kopf und sagte: "Ah, Meister, jetzt verstehe ich, warum wir das Pfeifenkraut verabscheuen."
"Ganz recht." Saruman lächelte in sie hinein. Und wenn ich den Ring besitze, werde ich der Herr des Pfeifenkrauts sein und nicht Sauron. Das gute Schmuckstück wird mir schon gehorchen... hihihihihi.
Laut befahl Saruman: "Und jetzt ziehe aus mit deiner Truppe, Lurtz! Die Mission darf nicht schiefgehen. Und denke an deine Belohnung..."

(Heike)