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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Die Trennung der Gefährten

Frodo war Boromir entkommen - dank seines Ringes. Er war wieder in dieser anderen Welt, in der er immer war, wenn er den Ring an seinem Finger trug. Alles um ihn herum war verschwommen, wirre Geräusche kamen von überall her. Er wusste nicht, was besser war: das Gefühl während eines Pfeifenkrautjoints oder das Tragen des Ringes. Doch dann erschien plötzlich das Auge Saurons vor ihm, es wurde größer und größer.
GIB MIR DEN RING, FRODO BEUTLIN. DAS PFEIFENKRAUT IST MEIN!
"Nein," schrie Frodo, riss den Ring von seinem Finger und plumpste von einer uralten Ruine, die er nicht bemerkt hatte, als er in der anderen Welt zugegen gewesen war. Der Hobbit kam hart auf dem Boden auf und keuchte.
"Oh Gott, vielleicht sollte ich das Kiffen doch aufgeben," flüsterte er leise und stand stöhnend wieder auf.
Von irgendwo her kam eine Stimme: "Frodo? Frodo?" Es war Aragorn.
"Aragorn, Boromir wollte mir den Ring stehlen, er wollte ihn für Minas Tirith haben, und Minas Tirith hat doch schon so viel Pfeifenkraut!"
"Wo ist der Ring?" fragte der Waldläufer.
"Bleib weg," schrie Frodo. "Du willst ihn mir doch auch nur stehlen. Noch vor den Minen von Moria hast du mich und meine Freunde ständig bedrängt, weil dein eigener Pfeifenkrautvorrat zu Ende war! Und jetzt hat niemand mehr das Kraut, und du willst es haben!"
"Hätte ich euch vor den Krautgeistern gerettet, wenn ich hinter dem Ring her wäre? Ich habe geschworen, dich zu beschützen, Frodo!"
"Kannst du mich vor dich selber schützen? Würdest du ihn zerstören?"
Frodo hielt Aragorn seine Hand hin, in der der Ring lag.
WAAAAS? MICH ZERSTÖREN, schrie der Eine, doch er war noch immer zu klein, als dass ihn jemand gehört hätte. ABER ICH BIN DOCH GANZ BRAV, GANZ KLEIN. ICH WILL NICHT STEEEERBEN!!!
"Hast du das gehört, Frodo?"
"Was?"
"Ich dachte, der Ring würde sprechen."
"Der Ring? Sprechen? Wer steht uns jetzt noch bei? Wir alle sind süchtig, wir alle haben kein Pfeifenkraut mehr. Acht Junkies auf dem Weg nach Mordor..."
Aragorn kniete sich vor dem Hobbit nieder, schloss dessen Hand, in der der Ring lag, zu einer Faust und legte seine eigene Hand über jene Frodos.
AHHH!! ÄCHZ! ICH ERSTICKE!!!
"Ich wäre bis zum Ende mit dir gegangen, Frodo, bis zu den Krautpanschereien Mordors!"
"Ich weiß. Pass auf die anderen auf, besonders auf Sam. Er wird es nicht verstehen."
Plötzlich erschall aus der Nähe Orkgeschrei.
"Los, Frodo, renn weg!"
Der Hobbit zögerte kurz, dann rannte er so schnell er konnte.


Aragorn drehte sich um und stand Angesicht in Angesicht mit einer Horde Orks.
"Uruk - hi, wie geht´s?"
"So trifft man sich wieder, Streiker!"
"Ich weiß nicht, ob wir Freunde bleiben können, wenn ihr jetzt nicht sofort abzieht!"
"Streiker, Streiker, ich wünschte du würdest jetzt streiken, wie es deinem Namen gebührt. Doch wenn ihr nicht geht, müssen wir kämpfen. Wir können euch nicht das Pfeifenkraut überlassen. Und die Belohnung Meister Sarumans ist groß für denjenigen, der ihm den Ring bringt. Lurtz, unser Anführer will der Sieger sein, er will den Privatunterricht im Schminken gewinnen, Sarumans Belohnung."
Aragorn ging in Kampfposition, und die mittlerweile hinzugekommenen Gimli und Legolas ordneten sich hinter ihm ein. "Nun, Uruk, dann musst du kämpfen!"
Merry und Pippin bekamen von dem folgenden Gerangel nichts mit und flohen zusammen durch den Wald, gefolgt von einer weiteren Horde Orks. Sie versteckten sich in einem Gebüsch und erspähten auf einmal nicht weit neben ihnen Frodo, der sich fest an einen Baum drückte.
"Frodo!" rief Merry.
"Komm hierher, schnell!" bot Pip ihm an, doch Frodo schüttelte nur den Kopf.
"Was tut er," wollte Pip wissen.
"Er verlässt uns!"
"Will er den Ring an sich reißen, alleine der Herr des Pfeifenkrauts werden?"
"Nein, du Dummkopf, er will den Ring zerstören, er will alleine nach Mordor! Wir müssen ihm helfen!"
Merry und Pippin sprangen aus dem Gebüsch, winkten und kreischten, um die in Sichtweite gekommenen Orks auf sich aufmerksam zu machen, so dass Frodo fliehen konnte. Dann rannten sie los, um ihnen selbst zu entkommen.
Boromirs Horn schallte durch den Wald.
"Was ist denn das?" fragte Gimli verwirrt, während er weiter gegen die Feinde kämpfte. "Ein Schiffshorn... ist hier ein Hafen in der Nähe?"
"Gimli, ich liebe dich wirklich," erwiderte Legolas darauf, ohne mit dem Spannen seines Bogens und dem Abschießen der rosafarbenen Pfeile aufzuhören, "aber könntest du dich manchmal ein bisschen weniger dumm anstellen? Das ist das Horn von Gondor!"
"Boromir ist in Gefahr!"
Aragorn, der Zwerg und der Elb traten den Rückzug an und rannten vor den angreifenden Orks weg, um dem Krieger aus Minas Tirith zur Hilfe zu eilen.
Boromir hatte Merry und Pippin erreicht und stellte sich den Orks mutig in den Weg.
"Rennt weg," schrie der den beiden Hobbits zu.
Boromir flogen mehrere Pfeile entgegen, jeder von ihnen trennte je ein kleines Stoffsäckchen vom Gürtel des Krieges, der sich zu Boden stürzte, um sie wieder aufzusammeln.
"Nein, meine letzten Pfeifenkrautvorräte!"
Merry und Pip hatten keine Zeit weiter auf Boromir zu achten, sie kämpften tapfer, doch schon bald wurden sie von den Orks gefangen genommen und weggeschleppt.
Als Boromir wieder aufsah, blickte er Lurtz ins Gesicht. Der Orkanführer hatte seinen Bogen gespannt und zielte auf ihn.
"Nein!" schrie der herbeieilende Aragorn und drängte Lurtz sanft dazu seinen Bogen zu senken. "Nicht den Kopf verlieren, Lurtz!"
"Es tut mir leid," schluchzte Lurtz und Tränen kullerten über seine Wangen. "Doch jemand aus meiner Truppe belügt und betrügt mich, hintergeht mich."
"Wenn ich dir sage, wer es ist, läßt du uns dann gehen?"
Lurtz nickte knapp und erfuhr so von Aragorn, dass Uruk der Übeltäter war. Dann machte er kehrt und verließ den Ort.


Aragorn rannte zu Boromir, der noch immer auf dem Boden kniete und das Pfeifenkraut einzusammeln versuchte, welches aus den Säckchen gefallen war.
"Pflückst du wieder Gänseblümchen?"
"Nein," antwortete Boromir weinerlich. "Aragorn, ich muss dir was beichten. In diesen Säckchen habe ich heimlich Pfeifenkraut aufbewahrt, welches ich euch in den Nächsten gestohlen habe. Und ja, ich wollte sogar Frodo den Ring entreißen, weiß nicht warum, es war ein Drang! Und sie haben die Halblinge erwischt!"
"Beruhige dich!"
"Frodo, wo ist Frodo?"
"Ich habe ihn gehen lassen."
"Dann hast du getan, was ich nicht konnte. Vergib mir, ich habe euch alle verraten!"
Aragorn stiegen die Tränen in die Augen. "Nein, Boromir," sagte er mit quälender Stimme, du hast tapfer gekämpft!"
"Wir haben verloren, die Menschheit wird untergehen. Und die ganze Welt wird in Dunkelheit versinken. Meine Stadt ist dem Ende nah!"
"Nein, ich weiß nicht, wie stark ich bin ohne Pfeifenkraut in meinen Venen, aber ich schwöre dir, ich werde die Weiße Stadt nicht untergehen lassen. Wir haben nicht versagt!"
"Ich wäre dir gefolgt, mein Kiffbruder, mein Dealer, mein König über das Pfeifenkraut. Doch ich werde gehen, weg von Minas Tirith und weg von Mittelerde, endlich eine Entziehungskur!"
"Lebe in Frieden, Bruder von Gondor!" sprach Aragorn und küßte Boromir, der sich wortlos auf den Weg machte.
Aragorn, Gimli und Legolas blieben schweigend und mit Tränen in den Augen zurück.
Frodo hatte den Anduin erreicht und stieg in eines der Boote, welches ihnen die Elben mitgegeben hatte. Als er schon einige Meter vom Ufer entfernt war, kam Sam aus dem Wald angerannt und sprang ins Wasser.
"Frodo, nein! Nimm mich mit, du darfst den Ring nicht nur alleine für dich benutzen!"
"Sam, nein! Geh weg, ich gehe alleine!"
Sam watete tiefer ins Wasser, bis er nicht mehr stehen konnte. "Ich komme mit dir!"
"Du kannst doch nicht schwimmen. Was soll das, hast du wieder zu viel gekifft?"
Doch Frodo hörte nur noch ein Gurgeln, denn sein Freund war untergegangen. Er beugte sich über den Bootsrand und suchte nach ihm, bis er ihn fand und aus dem Wasser ziehen konnte.
"Ich habe ein Versprechen gegeben, Herr Frodo. Ein Versprechen. Verlasse ihn nicht, damit er sich nicht alleine das Pfeifenkraut unter den Nagel reißt, Samweis Gamdschie. Und ich werde dich nicht verlassen!"
"Oh, Sam, ich haue doch nicht alleine mit dem Ring ab. Ich wollte ihn alleine nach Mordor bringen und zerstören, ohne dass jemand von euch in Gefahr kommt."
"Waaaas?" fragte Sam. "Jetzt muss ich mit nach Mordor?"
"Klar! Ich drehe doch nicht noch mal um, um den Orks in die Hände zu fallen."
"Scheiße!"

(Heike)