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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Die Vorgeschichte

Sauron verließ den Düsterwald, den Ort, an dem er sich mehrere Jahrhunderte von seinem Suff erholt hatte, und kehrte zu seiner Festung, dem Dunklen Turm von Mordor, zurück. Dort wollte er einen Plan finden, um den Einen Ring wiederzufinden, den er einst aus Gold, vermischt mit seinem eigenen Blut, geschmiedet hatte, um ganz Mittelerde zu versklaven, damit er freien Zugang zu allen Pfeifenkrautvorräten hatte. Drei der sieben Zwergenringe hatte er sich schon geholt, die restlichen vier waren lange zuvor von den Drachen zerstört worden. Ja, selbst Drachen, diese geheimnisvollen Wesen, waren hinter dem Pfeifenkraut hergewesen. Nur die drei Elbenringe blieben unberührt von Sauron, der den Menschen neun Ringe gab und sie in Ringgeister, die Nazgul, verwandelte. Sie wurden so süchtig, dass sie nur noch vermummt durch die Gegend reisten, um im Auftrag ihres Herrn zu agieren. So hatte Sauron also die drei verbliebenen Zwergenringe und die der Menschen unter seiner Kontrolle und damit auch einen großen Teil der Anbaugebiete, in denen man Pfeifenkraut kultivierte.
Doch nur der Eine Ring würde ihm die Macht über ALLE Anbaugebiete Mittelerdes ermöglichen...
Ein altes Gedicht aus der Altvorderenzeit erzählte diese Geschichte:

Drei Ringe den Elben für ihr schönes Gesicht,
Sieben den Zwergen für ihre Bärte und Gloin,
Den Sterblichen, auf ewig dem Suff verfallen, neun.
Einer dem Dunklen Herrn von Mordor - welch ein Hohn,
Denn lange ist er vom Pfeifenkraut süchtig schon.
Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden,
In den Suff zu stürzen und ewig zu binden,
Im Lande Mordor, wo die Entzugsqualen drohen.



Das Zweite Zeitalter endete mit dem letzten Bündnis zwischen Elben und Menschen. Nie mehr sollten sie in näherem Kontakt stehen, denn die Kiffsucht breitete sich schnell über Mittelerde aus, und während die Elben widerstanden, verfielen die Menschen dem Kraut, ebenso wie die Zwerge und viele andere Wesen. Die beiden Heere der Elben und Menschen standen unter dem Befehl von Gil-galad und Elendil, doch beide starben sie bei dem Versuch, Sauron in einer furchtbaren Schlacht zu töten. Gil-galad schied als Held von der Welt, nicht so Elendil. Als die Schlacht fast zugunsten des Bündnisses entschieden war, erschien Sauron. Er war übermenschlich groß und trug eine gigantische Rüstung. Ein riesiger Helm bedeckte sein Gesicht, denn ihm sah man seine Sucht noch sehr viel mehr an als den Nazgul. Mit seiner Streitaxt schlug Sauron in die Massen und schleuderte mit jedem Schlag mehrere Feinde gleichzeitig durch die Luft. Es entstand ein immer größer werdender Freiraum um den Dunklen Herrn und Elben und Menschen zogen sich langsam vor ihm zurück. Doch nicht Elendil. Nicht, dass er keine Angst gehabt hätte, nein, doch er glaubte, aus Saurons Rüstung ein winziges Stück Pfeifenkraut hängen gesehen zu haben, und so ging er gegen diesen vor. Seine Sucht hatte gesiegt und so starb er von Saurons Hand.
Isildur, Elendils Sohn, beugte sich über seinen toten Vater nieder und in der Minute, die jene seines Todes werden wollte, nahm er das zerbarste Schwert Elendils in die Hand und erhob es gegen den angreifenden Sauron. Mit all seiner Kraft schlug er diesem den Finger mit dem Einen Ring ab und der Dunkle Herrscher stieß den Laut eines heulenden Walrosses aus. Er löste sich in Nichts auf und nur seine Rüstung und der Eine Ring blieben. Man glaubte, Sauron sei tot und für immer besiegt, doch in Wahrheit hatte er sich nur nach Düsterwald zurückgezogen. Ohne die Dinge richtig zu begreifen, nahm Isildur den Ring auf. Herr des Pfeifenkrauts, dachte er. Aus seinen Überlegungen wurde er von Elrond, dem Befehlshaber der elbischen Bogenschützen, wieder in die Realität und auf das Schlachtfeld gerissen.
"Beeile dich und folge mir", sagte der Elb. Isildur war wie in Trance, doch er folgte Elrond hinauf zum Schicksalsberg, in dem heiße Lava brodelte.
"Wirf den Ring ins Feuer!" schrie Elrond.
"Meine Güte, es zieht hier wie Hechtsuppe", sprach Isildur zu sich selbst, als er den starken Luftzug, der dort oben auf dem Berg herrschte, wahrnahm.
"Wirf den Ring ins Feuer, Isildur!" wiederholte der Elb.
Hört nicht auf den Schlaffi, schien der Ring Isildur zuzuflüstern. Er will doch selber nur der Herr über das Pfeifenkraut werden. Isildur hätte peilen müssen, dass der Ring ihn belog, denn Elben waren niemals in der Geschichte von Mittelerde nach der Pflanze süchtig gewesen, doch er schnallte es nicht. Zu verlockend war der Ring...
"Zerstöre ihn!"
Isildur grinste Elrond an. "Nein! Ich werde der Herr des Pfeifenkrauts sein."
"Aber Sauron ist nicht tot und der Ring gehorcht nur ihm. Er wird immer den Weg zu Sauron finden", rief Elrond.
"Willst du eine draufhaben, Elb? Bist du neidisch oder warum behauptest du, dass Sauron nicht tot wäre? Ich selber habe ihn getötet und alle, ALLE, haben es gesehen! Und selbst, wenn er nicht tot wäre, Sauron hat sich doch über die Jahre so zugekifft, dass er gar keine Macht mehr über den Ring ausüben kann. Wieviel Pfeifenkraut könnte mein Volk besitzen?" Isildur grinste noch einmal und drehte sich um, um den Schicksalsberg wieder hinabzusteigen.
"Neeeein!" schrie Elrond. "ISSSILDURRRRRR!"
In dem Glauben, nun der Herr des Rings zu sein, ritt Isildur mit seinem Gefolge der Heimat entgegen. Ich habe Durst, dachte er, obwohl er eben erst getrunken hatte. Da seine Feldflasche leer war, stieg Isildur vom Pferd und lief zum Fluss Anduin. Tolpatschig wie er war, stolperte er über einen eigentlich unübersehbaren Stein und fiel kopfüber in den Fluss. Dabei verlor er den Einen Ring...
Ein klein wenig Glück hatte Isildur dennoch, denn zufällig war eine Gruppe Orks vorbeigekommen, die dem Mensch schnell aus dem Wasser halfen. Doch Isildur war am Boden zerstört und er weinte viele Tage über den Verlust des Ringes und dass er jetzt wieder würde arbeiten gehen müssen, um sich seine Droge zu leisten. Er grämte sich so sehr, dass er schließlich sein Gefolge verließ und nie mehr in Mittelerde gesehen wurde.
2500 Jahre vergingen, bis zwei Freunde fürs Leben, Sméagol und Déagol, an den Anduin kamen. Sie gehörten einem hobbitähnlichen Volk an, welches noch nicht vom Pfeifenkraut besessen war - so hieß es. Während Sméagol an diesem Tag am Ufer blieb, stieg Déagol in ein Boot und fischte. Ein Fisch biss derart heftig an, dass Déagol ins Wasser fiel und in die Tiefe gezogen wurde. Auf dem Grund sah er etwas Glitzerndes liegen, fasste danach und ließ dann die Angelrute los, um wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen. Dann fuhr Déagol zum Ufer zurück.
"Willst du uns den Ring nicht zum Geburtstag schenken?" fragte Sméagol.
"Was?"
"Bist du schwerhörig, ich will den Ring haben, du Hornochse!"
"Erstens hattest du schon Geburtstag und zweitens, wieso sagst du ´uns´? Bist ja total schizophren!"
"Wenn du mir nicht sofort den Ring gibst, sag ich deiner Mutter, dass du heimlich kiffst!"
Déagols Mine verdüsterte sich, er fing an zu weinen, warf den Ring vor Sméagols Füße und rannte davon.
Sméagol kicherte in sich hinein, während der das Schmuckstück auflas. Wenn der wüsste, dass ich auch kiffe, dachte er still bei sich.
Sméagol merkte bald, dass der Ring ihn unsichtbar machte, wenn er ihn aufsetzte, und so gewöhnte er sich das Stehlen an, denn mit ehrlicher Arbeit konnte er sich seinen heimlichen Pfeifenkrautkonsum nicht mehr leisten. Einen Nachteil hatte das Zeug jedoch: Da seine Rasse es scheinbar nicht vertrug, fing Sméagol an, glucksende Geräusche von sich zu geben, die ihm den Namen Gollum einbrachten. Seiner Familie ging er damit sowas von auf den Sack, dass er schließlich verbannt wurde.
Gollum verschwand also aus seiner Heimat und nahm seinen kleinen Pfeifenkrautvorrat mit. Täglich nahm er ihn mehrmals aus seinem Beutel, streichelte diesen und zischte: "Mein Schatzzz!" Er entschied sich eines Tages, sich in einer Höhle im Nebelgebirge zu verstecken, wo ihn niemand sehen konnte und er von aller Schlechtigkeit der Welt abgeschnitten war. Er stieß bis in das Herz des Gebirges vor, ließ sich dort nieder und konnte selbst von Sauron nicht aufgespürt werden. Alle glaubten sie, dass dort unten in der Tiefe nichts anderes war als schlammiges Wasser, Matsch und Gestank. Doch sie irrten sich, denn Gollum gelang es, in der Dunkelheit der Höhle eine Art des Pfeifenkrauts zu züchten, die je nach Ernte sogar berauschender war als das normale Pfeifenkraut Mittelerdes.
Der Ring bescherte Gollum ein ungewöhnlich langes Leben, doch sein Körper veränderte sich von Tag zu Tag, bis er seinem Aussehen von früher nicht mehr ansatzweise ähnelte. Aber was soll man schon erwarten bei 500 Jahren Kifferei?
Schließlich stieß Gollum in seiner Höhle auf Bilbo Beutlin, diesem Trottel, der ihm in einem Quizspiel den Ring abluchste. Die letzte Frage Bilbos war auch viel zu schwer gewesen und da der Hobbit ihm einen Telefonjoker verwehrte, verlor er also den Ring.
Erst ein oder zwei Jahre später verließ Gollum das Nebelgebirge und machte sich auf die Suche nach dem Ring, bis er schließlich zum Düsterwald und später nach Mordor kam. Sauron wollte von Gollum wissen, wer ihm den Ring entnommen hatte und wo dieser wohnte, doch da er eigene Interessen hatte - die letzten 500 Jahre waren so wundervoll gewesen, nichts als Pfeifenkraut -, verriet er nichts. Der Dunkle Herr entschied also, Gollum zu foltern - er steckte ihn bei Wasser und Graupensuppe in eine Zelle und stellte ihn damit auf eisernen Pfeifenkrautentzug.
Eines Tages sah Sauron wie jeden Tag in Gollums Zelle nach. Gollum, der ohnehin schon hässlich genug war, krallte mit seinen Händen an den Gitterstäben und wimmerte vor sich hin. Seine Glupschaugen waren glasig. Als er den Dunklen Herrn sah, kreischte er: "Nur einen Zug, guter Herr, lieber Herr. Armer Gollum!"
"Du kennst die Antwort", sprach Sauron.
"Beutlin... Auenland", schrie Gollum.
"Meine Fresse, endlich weiß ich, wohin ich meine Ringgeister schicken muss..." Saurons Gelächter schallte durch seine Festung.

(Heike)