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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Das Urteil der Waldmenschen

Am Abend kehrte der Späher ins Dorf zurück. Er hatte den westlichen Rand des Düsterwaldes erkundet und ging direkt zur Hütte des Rates, in der die drei Ältesten bereits warteten.
Als er eintrat, wurde er von ihrem Sprecher willkommen geheißen. „Kalmar, sei gegrüßt! Welche Kunde bringst du uns vom Westrand des Waldes?“
„Ich habe nichts gesehen, woraus ich irgend eine Gefahr für unser Dorf erkennen konnte“, erwiderte der Späher. „Dennoch sah ich Eigenartiges: Zwerge sind unterwegs. Ich sah drei, die am Rande des Waldes in südliche Richtung wanderten. Sie hatten nur wenig Ausrüstung bei sich und schienen es eilig zu haben.“
Nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Die Ruhe, die ich spürte, war trügerisch: Die Tiere und Vögel waren aufgeregter als sonst, als würden sie eine nahende Gefahr wittern. Es wäre bestimmt von Nutzen ihre Sprache zu verstehen. Sie wissen mehr als wir.“
„Es ist schon gut, Kalmar. Wir haben verstanden, was du meinst. Aber wir, der Rat des Dorfes, haben den Namen des Unwürdigen, auf den du anspielst, für tabu erklärt. Von dieser Person soll in unseren Dorf keine Rede mehr sein - und es wäre besser für alle, nicht einmal an diesen Mann zu denken. Du meinst, er könne uns in unserer Situation helfen, wir aber warnen dich vor ihm. Eines Tages könnte diese Person ihre Macht gegen uns verwenden.“ Im Gesicht des Sprechers war Missbilligung zu lesen, als er den Späher entließ: „So, und nun lasse uns allein, wir werden über die Neuigkeiten beraten und danken dir für deinen Dienst.“
Kalmar verneigte sich und verließ die Hütte. Die Alten saßen noch eine Weile in Schweigen und bedachten die spärlichen Nachrichten, die sie eben erfahren hatten. Dann begann der Älteste zu reden: „Wir müssen auf der Hut sein, schon bald kann uns ein erneuter Angriff treffen. Da wir nicht wissen, wer der Angreifer war, müssen wir wachsam gegen alle sein. Von jeder Seite droht uns Gefahr.“
Da meldete sich der Sprecher des Rates abermals zu Worte: „Arachnar, ich pflichte dir bei. Ich rate, unsere Wachen zu verstärken und jeden Fremden abzuwehren.“ An den Dritten gewandt, ergänzte er: „Artok, bereite du einen Einsatzplan für täglich zwölf Späher vor und teile die verfügbaren Männer ein! Der gesamte Wald im Umkreis von zwei Meilen soll überwacht werden.“
„Aber Alkar, das wird nicht gehen“, wandte der Dritte ein: „Übermorgen ist die traditionelle Eberjagd, da brauchen wir jeden Mann!“
Doch der Sprecher blieb hart: „Hier handelt es sich um einen Notfall. Es geht um die Sicherheit unseres Dorfes. Wenn es sein muss, werden wir in den nächsten Monaten nur Hirse essen und erst wieder zum Fest der Wintersonnenwende Fleisch, wenn wir das alljährliches Winterschaf schlachten. Erinnere dich doch, wie stark wir durch den gestrigen Angriff getroffen wurden. So etwas darf nicht noch einmal geschehen!“
Dieses Argument überzeugte auch die beiden anderen. So gingen sie schließlich auseinander.


Am frühen Nachmittag des nächsten Tages kamen drei Späher im Dorf an. Die beiden ersten hatten einen Gefangenen in ihrer Mitte und der letzte führte ein widerspenstiges weißes Pferd am Zügel. Sie zerrten den jungen Burschen mit verbundenen Augen, gefesselten Armen und einem Knebel im Mund bis zur Hütte des Rates und schoben ihn hinein. Erst als man die Türe geschlossen hatte, wurde ihm der Knebel und die Augenbinde abgenommen.
„Lasst mich sofort frei!“ rief Lardis seinen Wächtern wütend entgegen. „Wo habt ihr mich hingebracht? Und was soll das Ganze überhaupt?“
„Beruhige dich erstmal, damit wir uns vernünftig mit dir unterhalten können. Hier hast du Eindringling keine Fragen zu stellen“, erwiderte ihm der Sprecher des Rates.
Lardis sah sich um und erkannte, dass in seiner Situation wütende Gegenwehr nur schädlich war. Die Männer, die um ihn herum standen, sahen kräftig aus, auch wenn sie schlecht oder gar nicht bewaffnet waren. So stand er also vor dem Rat der Ältesten und wartete ab, was die drei mit ihm vorhatten.
„Du hast dich ohne Erlaubnis unserem Dorf genähert. Was ist dein Name und was suchst du hier?“ wollte der Sprecher wissen.
„Ich heiße Lardis Mardos Sohn und ich stamme von einem Dorf vom Nordostrand des Waldes. Ich suche Hilfe für einen Unglücklichen, der drei Tagesreisen von hier auf einer Insel der Langflut gefangen gehalten wird.“
Die Männer in der Hütte begannen zu murmeln, doch der Sprecher rief sie zur Ordnung. Er wandte sich wieder Lardis zu und fragte: „Wie heißt dein Kumpan, wer hält ihn gefangen und weshalb bist du gerade zu uns gekommen?“
Lardis wurde mulmig zumute, was wusste er denn schon über den Schmied, doch er antwortete: „Der, dem ich helfen möchte, ist ein stummer Zwerg, den ich auf meiner Reise zufällig getroffen habe. Seinen Namen kenne ich nicht, doch er wird von Soldaten aus Angmar gefangen gehalten, für die er Sklavendienste verrichtet. Wollt ihr mir nicht helfen, ihn zu befreien?“
„Wir kümmern uns nicht um die Angelegenheiten von Zwergen, wir haben unsere eigenen Probleme! Deine Geschichte macht keinen glaubwürdigen Eindruck auf uns. Und außerdem: Wer sagt uns, dass du die Wahrheit sprichst? Du sagst, du kommst aus dem Norden, vielleicht wurdest du selber von Angmar geschickt und eine Expedition zu der Insel, die du erwähntest, könnte für uns zur Falle werden.“
„Warum sollte ich das tun? Seht doch her! Ich bin nicht einmal bewaffnet“, versuchte sich Lardis zu rechtfertigen.
„Auch das kann ein Trick sein. Vielleicht warten Angmars Soldaten längst auf uns. Los schafft ihn weg! Am Tage des Neumondes soll über ihn Gericht gehalten werden.“
Obwohl Lardis kräftig protestierte, wurde er abgeführt. Man brachte ihn in eine schmale Hütte. Auf dem Weg dorthin konnte er erkennen, dass das von hohen Bäumen umgebene Dorf aus etwa zwanzig Häusern bestand, zwei dicht zusammen stehende waren jedoch vollständig verbrannt, nur noch verkohlte Balken deuteten auf eine ehemalige Besiedelung hin. Die Leute, denen Lardis auf diesem Weg begegnete, starrten ihn mit großen Augen an. Als er sich in der Hütte umsah, bemerkte er, dass sein Gefängnis ursprünglich ein Vorratsraum gewesen sein musste. Die Wände waren aus schweren Eichenstämmen gezimmert, Fenster fehlten vollständig. Der Boden war mit einer dünnen Strohschicht bedeckt. Die Türe ließ sich nur von außen öffnen und vor ihr war eine Wache postiert. Lardis pochte gegen die Türe und schrie wütende Sätze: „Lasst mich hier raus!“ „Was habe ich euch getan?“ „Ihr wisst nicht, was ihr tut!“ Und natürlich auch: „Wo habt ihr mein Pferd hingebracht?“
Doch die Wachen blieben hart und antworteten nur: „Beruhige dich! Wenn du mit dem Geschrei nicht aufhörst, werden wir dir nichts zum Essen bringen.“
Schließlich sah er ein, dass er diesem Gefängnis nicht so leicht würde entkommen können, wie der Schmiede auf der Insel. Stundenlang grübelte er über die unerwartete Situation, in die er nun geraten war und aus der er keinen Ausweg finden konnte. Am Abend schob man ihm ein einfaches Mahl in seine Zelle, Hirsebrei, ein halbes Brot und einen Krug Honigwein. Für Lardis war das nach den Entbehrungen in der freien Natur fast ein Festschmaus. Und trotz seiner prekären Lage schlief er in der Nacht angenehmer als in den vorigen Nächten in der Wildnis.
Am nächsten Morgen wurde er durch eine Kinderstimme geweckt. „Hallo, bist du der Spion?“ hörte Lardis jemanden hinter sich flüstern.
Er musste erst einmal zu sich kommen und sich in der fremden Umgebung orientieren. Dann wandte er sich der Wand zu und flüsterte zurück: „Ich heiße Lardis und bin kein Spion. Wer bist du denn?“
„Ich heiße Tessa und bin schon sieben Jahre alt,“ war die Antwort.
Na prima, ein kleines Mädchen, dachte Lardis bei sich. Doch wenigstens hatte er nun ein wenig Gesellschaft, mit der er sich unterhalten konnte. „Wenn du schon so alt bist, kannst du mir bestimmt auch sagen, was mit meinem Pferd geschehen ist,“ führte Lardis die Konversation flüsternd weiter, denn Flocke war seine größte Sorge.
Dein Pferd? Du bist aber dumm - als ob man Tiere sein Eigen nennen kann. Tiere gehören doch sich selbst,“ wurde er von dem Mädchen belehrt. „Ein Pferd ist kein Stuhl und eine Ziege ist kein Kleid! Das neue Pferd ist mit den anderen Tieren zusammen auf der Weide, die wir gemeinsam benutzen. Jeder nimmt sich das Tier, das er gerade braucht, und bringt es später wieder zurück.“
„Dann tötet ihr keine Tiere, um sie zu essen?“ wollte Lardis wissen.
Tessa antwortete ihm: „Doch, aber das ist dann ein besonderer Tag. Das ganze Dorf nimmt an einer Schlachtung teil. Und jeder bekommt seinen Anteil.“
Lardis war einigermaßen beruhigt, nachdem er gehört hatte, wie die Waldmenschen mit Tieren umgingen. Flocke war hier bestimmt gut aufgehoben, vielleicht ging es seinem Pferd ja sogar besser als Lardis selbst. „Sag mal, Tessa, werden eigentlich alle Fremden von euch so behandelt wie ich?“
„Wie behandelt?“ Tessa konnte Lardis überhaupt nicht verstehen.
„Na ja, ins Gefängnis geworfen, meine ich. Sperrt ihr alle Reisenden ein?“
„Aber du bist doch kein Reisender, du bist ein Spion!“
„Nein, ich sagte dir bereits, ich bin kein Spion! Ich suche Hilfe für einen Zwerg und bin zufällig in euer Dorf gekommen. Der Rat des Dorfes glaubt mir nur leider nicht! Wie soll ich ihm denn helfen, wenn ich hier von euch gefangen gehalten werde?“
Auf der anderen Seite der Holzwand entstand eine nachdenkliche Stille. Schließlich antworte Tessa: „Weiß ich nicht! Das entscheiden doch aber die Ältesten. Dafür sind sie schließlich da!“
Lardis konnte ihren Worten nicht zustimmen, wollte aber mehr wissen: „Sag mal, Kleine, wie nennt ihr euer Dorf eigentlich? Ich weiß ja nicht einmal, wo ich genau bin.“
„Wir nennen es einfach das Walddorf, das Dorf im Wald oder unsere Dorf. Die Ältesten sagen aber auch bisweilen Ker-argoat.“
„Und wohnt hier in der Nähe jemand, der dem Zwergen helfen könnte, jemand mit besonderen Fähigkeiten. Kennst du ihn?“
„Vielleicht meinst du ja Radagast? - Ach so, der heißt ja jetzt 'der Unwürdige'“, fiel dem Mädchen da ein.
„Wer ist denn das?“ wollte Lardis wissen.
„Och, nur ein Zauberer, der uns manchmal besucht hat,“ bekam er zur Antwort.
„Und wie komme ich zu ihm?“
Tessa kannte sich offensichtlich aus: „Das ist ganz einfach; du gehst am Rande des Waldes einen Tag lang nach Süden, dann gehst du wieder in den Wald hinein. Er wird immer dichter, aber du brauchst keine Angst zu haben. Dann kommst du von alleine an eine hohe Hecke und dahinter wohnt er. Ruf einfach seinen Namen, er wird sich dann schon blicken lassen.“
„Ja, ganz einfach, da gebe ich dir recht!“ Lardis zweifelte sehr daran, dass er den Zauberer so leicht finden könnte, wenn es ihn denn überhaupt gäbe und er mehr war als das Fabelwesen eines kleinen Mädchen. Erst einmal musste er ja hier heraus. „Aber wieso nennt ihr ihn jetzt 'den Unwürdigen'?“
„Du willst aber viel wissen! Der Unwürdige heißt der Unwürdige, weil er der Unwürdige ist. Darum! Alkar, der neue Sprecher des Rates, hat das so beschlossen und keiner darf mehr über ihn reden!“
„Wenn ich hier doch nur irgendwie heraus käme?“ murmelte er in Gedanken vor sich hin. Doch auf diese Frage bekam Lardis keine Antwort.
Bis zum Neumond dauerte es noch fünf Tage. In dieser Zeit war Tessa die einzige, die täglich vorbei kam um mit Lardis zu reden. Sie berichtete ihm manches über die Waldmenschen und ihre Gebräuche. So erfuhr Lardis, dass ihr Dorf zwei Tage vor seiner Gefangennahme nachts von Unbekannten überfallen worden war, dabei waren zwei Häuser abgebrannt und sechs Menschen getötet worden. Seitdem waren Späher des Dorfes unterwegs, die Menschen und das Vieh zu bewachen. Die einzigen Wesen, zu denen die Waldmenschen in dieser Zeit noch Vertrauen hatten, waren die Elben, die auf ihren Wanderungen aber selten bis in diese Gegend kamen.
Der vierte Tag seiner Gefangenschaft brach an und Lardis saß inzwischen wie auf heißen Kohlen. Morgen sollte es zum Prozess kommen, doch er traute den Ältesten, die hier über fast absolute Macht verfügten nicht. Langsam hielt er seine nutzlose Warterei und die Ungewissheit nicht mehr aus. Wie viel sinnvoller hätte er die Zeit nutzen können, die ihm durch diesen unfreiwilligen Aufenthalt schon vergangen war! Schon seit einiger Zeit grübelte er über einen Fluchtplan nach. Der schwächste Punkt in seiner Bewachung, war der Augenblick, an dem ihm am Abend das Essen gebracht wurde. Dann wollte er zuschlagen!
Die Zeit bis zum Abend schien heute viel langsamer zu vergehen als gewöhnlich. Lardis verkroch sich in die dunkelste Ecke der Hütte und bemühte sich, seinen Geist ruhig zu halten. Als schließlich Fulkar, die Dienst habende Wache, am Abend die Tür öffneten, um ihn zu versorgen, wusste Lardis, dass ihm jetzt kein Fehler passieren durfte. Er sprang auf und rannte so schnell er konnte zur Tür und hinaus. Dabei stieß er die Wache zur Seite, die damit nicht gerechnet hatte. Als sich Fulkar wieder aufgerappelt hatte, konnte er Lardis gerade noch hinter den letzten Hütten verschwinden sehen. Bald schallten im ganzen Dorf die Rufe der Waldmenschen: „Der Spion ist geflohen, lasst ihn nicht entkommen! ... Sucht ihn in jedem Winkel!“ Doch da war Lardis schon fast außer Hörweite und irrte im Wald umher, wo es für ihn keine Orientierungsmöglichkeit gab. Er war außer Atem, aber erleichtert. Was sollte er tun? Es dunkelte schon, also musste er ein Nachtlager finden, doch zuerst wollte er wieder zu Flocke, wie hatte er sein Pferd vermisst! Es war auf der Weide, hatte Tessa berichtet. Und die Weide konnte eigentlich nur in der Nähe des Dorfes sein. So vorsichtig er konnte, näherte sich Lardis wieder dem Dorf, wobei er dem Waldboden sorgsam nach allen Spuren absuchte. Da spürte er plötzlich einen Schlag auf seinem Kopf und ihm war schwarz vor Augen. Die Waldmenschen hatten ihn entdeckt.
Am nächsten Tag fand sich Lardis in seiner Hütte wieder und ihm war elend zu Mute. Es war der Tag des Neumondes, heute sollte Gericht gehalten werden und bald schon wurde Lardis erneut vor den Rat gebracht. Doch diesesmal waren neben dem Angeklagten und den drei Männern des Ältestenrates nur zwei Wachen anwesend, jede an einer Seite der Tür postiert. Lardis wurde erneut aufgefordert, über seine Herkunft und den Grund des Besuches bei den Waldmenschen Rechenschaft abzulegen. Der Junge wiederholte seine Ausführungen und ergänzte sie nur durch die Beschreibung seiner Flucht vor den angmarimischen Soldaten, jedoch von seinem Amulett erzählte er auch dieses Mal nichts. Nach seinen Ausführungen fragte Alkar, der Sprecher des Rates: „Welche Beweise kannst du uns für die Richtigkeit deiner Erzählung geben?“
Und Lardis erwiderte: „Ihr habt mein Wort, mehr kann ich euch nicht geben.“
Da sprach der Sprecher des Rates: „Wir halten die Geschichte, mit der du uns seit deiner Verhaftung beleidigst, für die infame Lüge eines hinterhältigen Spions. Zwerge wohnen nicht in Häusern auf den Inseln des Anduin. Du kannst uns ja nicht einmal seinen Namen nennen! Du wirst verstehen, wir können dich jetzt nicht mehr einfach so laufen lassen, du hast hier zu viel erfahren. - Und was deinen Fluchtversuch betrifft, der spricht nur für deine Hinterhältigkeit. Du bist nicht vor den Soldaten aus Angmar geflohen, du bist einer von ihnen und wolltest zurück!“
Die beiden anderen des Ältestenrates nickten zustimmend, doch Lardis wehrte sich und flehte mit großen Augen: „Was erwartet ihr von mir? Mehr als die Wahrheit sagen kann ich nicht! Soll ich etwa ...“
Doch er wurde vom Sprecher unterbrochen: „Schweig! Du hattest genug Zeit zu reden. Wir kommen zur Verkündung des Urteils.“
Da erhob sich Arachnar, der Älteste, und sprach: „Der Rat von Ker-argoat hat beschlossen: Der wegen Spionage angeklagte Eindringling möge hingerichtet werden. Das Urteil wird morgen bei Sonnenaufgang öffentlich durch den Strick vollstreckt.“
(tomtom)