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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Die Fabel vom Ballrock und vom Nassgull
Ein Ballrock saß auf einem Baum und hüllte sich in tiefen, dunklen Schatten, so dass er im abendlichen Zwielicht kaum zu erkennen war. Da kam ein wandernder Gull des Weges gezogen und setzte sich unter den Baum, um ein wenig auszuruhen. Er war den ganzen Tag lang unterwegs gewesen, und kaum hatte er sich an den kühlen Baumstamm gelehnt und die Augen geschlossen, da schlief er ein. Der Ballrock hatte ihn gesehen und alte, längst vergessen geglaubte Kindheitserinnerungen stiegen in ihm auf: Ein kuscheliges Ballrocknest in den Wäldern von Dol Guldur. Seine Mutter (Eru hab sie selig), die ihn und seine Geschwister liebevoll betreute. Sein Vater, der die ganze Familie beschützte und mit Nahrung versorgte. Eine behütete, glückliche Kindheit. Bis eines Tages - ein Gull den Frieden des abgelegenen Tales störte. Er streifte überall umher, verscheuchte das Wild und führte Vermessungsarbeiten durch. Bald darauf kamen weitere Gulle und in ihrem Gefolge viele Orks. Sie rodeten die Wälder und bauten eine Festung für Sauron. Den Ballrocks fiel es immer schwerer, ihre Brut zu füttern. Die Beute war rar geworden, der tägliche Baulärm unerträglich, der Stressfaktor extrem hoch. Eins nach dem anderen starben die jüngeren Geschwister des kleinen Ballrock. Bald darauf folgte ihnen auch die Mutter aus Gram ins Grab. Der Vater nahm den überlebenden Kleinen und wanderte mit ihm ins Nebelgebirge aus.
All dies zog vor des Ballrocks geistigem Auge vorbei, während er den unter ihm schlafenden Gull beäugte. Dem rutschte gerade der Kopf nach hinten und er begann mit offenem Mund laut zu schnarchen. Der Zufall wollte es, dass der Ballrock just in diesem Augenblick einen gewaltigen Harndrang verspürte. Er ließ kurzerhand seinen Schnofel ausfahren, zielte auf den Gull und erleichterte sich mit lautem Geplätscher. Der Gull bekam eine Zwanzig-Liter-Ladung ab, schreckte wie von der Tarantel gestochen hoch und sprang zeternd und spuckend um den Baum. "So eine verdammte Pisse! Wer war das? Wer hockt da oben im Baum? Wenn ich jetzt mein Pteranodon hier hätte, dann würde ich dich kaltmachen, du Sau!" Solche und ähnliche Profanitäten gab er von sich. Der Ballrock entfaltete ungerührt seine schattenumwobenen Flügel, schwang sich hoch in den Himmel und segelte elegant gen Sonnenuntergang. Mami und Papi wären stolz auf ihn gewesen. Der Gull aber brachte Jahre damit zu, sich von dem klebrigen und intensiv stinkenden Ballrockurin zu reinigen. Und so wurde er landein, landaus als "Nassgull" verspottet.
Und die Moral von der Geschicht: Es ist nur ein Mythos, dass Ballrocks einen 9 m langen Schnofel haben. Aber pinkeln können sie damit äußerst treffsicher.

(Hier sind noch mehr satirische Texte von Alex)