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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Es stand in der Zeitung

Minas Tirith, 26. März 3019 (upi) - Bergsteiger gerettet
Während des jüngsten Ausbruchs des Orodruin wurden zwei ausländische Bergsteiger von einem Helikopter der Gondorischen Bergwacht gerettet und ins Hospital von Minas Tirith ausgeflogen. Bei den Geretteten handelt es sich um F. Baggins und S. Gamgee aus dem Auenland. Beide erlitten mittelschwere Verletzungen, Herrn Baggins musste der Ringfinger der rechten Hand amputiert werden. Wie verlautet, sollen die Piloten für ihren Einsatz mit der Flug-Verdienstmedaille Erster Klasse ausgezeichnet werden. "Der Anflug war extrem schwierig," sagte Oberstleutnant Hugo Gwaihir, Pilot des Bergrettungsdienstes von Gondor, "Wir flogen direkt in einen beginnenden Vulkanausbruch hinein und können von Glück sagen, dass wir da heil herausgekommen sind." Gwaihir räumte ein, dass der Einsatz von Verteidigungsminister Mithrandir persönlich autorisiert war, wollte aber keine Angaben darüber machen, wie die Bergwacht von der Notlage der Kletterer erfahren hatte. Das Verteidigungsministerium war zu einer Stellungnahme nicht bereit. Dies nährt Spekulationen, dass die Auenländer in einer Geheimmission im Zusammenhang mit dem nunmehr glücklich beendeten Bürgerkrieg unterwegs waren, wenn auch unklar bleibt, was sie ausgerechnet in den Gorgoroth-Bergen, weit entfernt vom Hauptquartier der Rebellen in Barad-Dûr, zu suchen hatten. Wie ein Sprecher von Kanzlerkandidat Estel Elessar mitteilte, werden die Kletterer nicht für Grenzgebietsverletzungen zur Verantwortung gezogen, obwohl sie ohne gültige Visa und unter Umgehung der gondorischen und mordorischen Grenzposten ins Bürgerkriegsgebiet eindrangen. Die Auenländer werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Heilende-Hände-Hospital behandelt und standen noch nicht für Interviews zur Verfügung. Wie uns die behandelnde Oberschwester Ioreth neben zahlreichen anderen aufschlussreichen Einzelheiten mitteilte, befinden sie sich auf dem Wege der Besserung. Sie möchten nach ihrer Entlassung so schnell wie möglich nach Hause zurückkehren. Auf Herrn Gamgee warten berufliche Herausforderungen in seiner Landschaftsgärtnerei und anscheinend steht auch eine Heirat ins Haus. Herr Baggins will eine erholsame Seereise antreten. Wir wünschen den beiden Amateur-Alpinisten für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Minas Tirith, 2.5.3019 (ap/reuters) - - - Ehrung für Bergwachtpiloten
Im Palast des Truchsess fand gestern vormittag die Verleihung der Flug-Verdienstmedaille Erster Klasse an drei Mitglieder des Gondorischen Bergrettungsdienstes statt. Die Ehrung erfolgte in Anerkennung ihres Einsatzes am Orodruin während der ersten Stunden der katastrophalen Eruption vom 25. März. Die Piloten hatten heldenhaft ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um zwei Bergsteiger aus dem Auenland vor dem sicheren Tod zu retten (wir berichteten). "Es war ein Höllenflug," sagte Co-Pilot Joe Landroval, und der für seine Leistungen beförderte Oberst Hugo Gwaihir ergänzte: "Die Lavabrocken fielen dicht an dicht. Ein Glück, dass die Rotorblätter intakt blieben. Erst als wir gelandet waren, sahen wir das ganze Ausmaß der Schäden an der Maschine." Die Notlandung des Helikopters auf dem Landeplatz des Heilende-Hände-Hospitals in Minas Tirith wird allen Anwesenden lange in Erinnerung bleiben. "Ich dachte wirklich, da kommt ein Nazgûl vom Himmel gefallen!" schauderte eine hübsche Blondine aus Rohan, die sich nach längerer Rekonvaleszenz bei Dr. Faramir im Hospital aufhielt. Das Wrack des Helikopters wurde in der Stille von Rath Dínen zur letzten Ruhe gelegt.
Gwaihir, Landroval und Navigator Harry Meneldor erhielten den Verdienstorden aus der Hand des neugewählten Präsidenten Estel Elessar höchstpersönlich. Unter den Ehrengästen befanden sich neben den geretteten Touristen F. Baggins und S. Gamgee auch ihr Verwandter P. Took, Soldat der Wache von Minas Tirith sowie ein weiterer Auenländer, M. Brandybuck (Kavallerie von Rohan), der sich in der Schlacht auf den Pelennor-Feldern ausgezeichnet hat. Weitere Ehrungen für außergewöhnliche Leistungen im jüngst beendeten Bürgerkrieg werden in den nächsten Tagen folgen und die allgemeinen Festlichkeiten zur Amtseinführung des Präsidenten ergänzen.
Und noch immer kocht die Gerüchteküche. Verteidigungsminister Mithrandir hatte zwar nach Kriegsende eine Pressekonferenz abgehalten, die aber nur wenige konkrete Fakten lieferte, da er es verstand, den Fragen der Journalisten wie immer eloquent auszuweichen. Wie aus üblicherweise gut unterrichteten Quellen verlautet, sollen die Auenländer eine größere Rolle bei der Niederschlagung des Bürgerkriegs gespielt haben als bekannt ist. Die von anderen Blättern gebrachten Meldungen können wir jedoch nicht bestätigen: Es wurde berichtet, dass zwei der Periannath sich nach Barad-Dûr eingeschlichen, die Festung durch Sprengladungen zur Explosion gebracht und dadurch den gesamten Führungsstab von Rebellenführer Sauron eliminiert haben sollen. Geologen vermuten dagegen, dass Barad-Dûr durch die heftigen Erdstöße beim Vulkanausbruch zerstört wurde. Dies läßt sich momentan nicht klären, da die Umgebung von Barad-Dûr von gondorischen Elite-Einheiten besetzt und für Zivilisten zum Sperrgebiet erklärt wurde. Nach außen hin heißt es, die Reste der Mauern seien einsturzgefährdet und das Gelände möglicherweise vermint. Wie Angehörige der Streitkräfte durchblicken ließen, wird das Terrain von Spezialeinheiten durchgekämmt, die unter anderem nach einem runden, kristallkugelartigen Objekt Ausschau halten. Eine radioaktive Bedrohung scheint jedoch nicht zu bestehen, da die Spezialtruppen keine Schutzkleidung tragen.

Minas Tirith, 25.6.3019 (upi) - Weißer Baum geklont
Die Gondorische Akademie der Wissenschaften gab heute bekannt, dass die langjährigen Bemühungen gondorischer Genetiker, den ausgestorbenen Weißen Baum (Leucodendron nobilis) zu klonen, endlich Früchte getragen haben. "Wir sind froh, damit unter anderem auch einen politisch-gesellschaftlichen Beitrag zur Kontinuität unserer Regierung zu leisten," meinte Projektleiter Prof. Klohntihn in einer Stellungnahme. Einer der ersten, der das hoch an den Hängen des Mindolluin gelegene Genlabor besuchte und die junge Pflanze in Augenschein nehmen durfte, war Präsident Estel Elessar: "Yé! utúvienyes!" rief er überwältigt vor Freude und hätte den Schößling beinahe aus der Pflanzschale gerissen, "Wir haben diese Forschungen mit beträchtlichen finanziellen Zuwendungen unterstützt und sind sehr, sehr glücklich, endlich ein Ergebnis zu sehen." Wie aus unterrichteten Quellen verlautet, könnte die Freude unseres unverheirateten Präsidenten auch private Gründe haben. Nach Angaben aus seinem engsten Freundeskreis sollen sich schon vor Jahren in Eriador zarte Bande zwischen dem damaligen Waldläufer Aragorn und einer jungen Dame vornehmster Abstammung entwickelt haben. Wir hoffen, in baldiger Zukunft Näheres hierzu berichten zu können.
Als nächstes Projekt wollen die Genetiker sich einem Säugetier zuwenden: dem ausgestorbenen Balrog, einem sanften, schoßhündchengroßen Pflanzenfresser, der einst weite Teile des Landes bevölkert haben soll. Im kommenden Jahr wird eine Expedition ins Nebelgebirge aufbrechen. "Es gibt Hinweise, dass das letzte Exemplar vor gar nicht langer Zeit von einem berüchtigten Großwildjäger auf dem Gipfel des Celebdil erlegt wurde," sagte Prof. Klohntihn. "Über der Schneegrenze bleibt organisches Material lange erhalten. Wir brauchen nicht viel, eine Gewebeprobe, einen Knochen, einen Blutspritzer. Wenn alles gut geht, können wir die Fauna von Mittelerde bald um ein weiteres interessantes Lebewesen bereichern." Falls das genetische Material nicht ausreichen sollte, will das Forschungsteam die Balrog-Gene mit denen eines Olifanten kombinieren.
Wie uns der ehrwürdige Kräutermeister von Minas Tirith ergänzend mitteilt, wurden die Blätter des Weißen Baums seit alters her wegen ihrer aphrodisiakischen Wirkung geschätzt und waren bei der einfachen Landbevölkerung unter dem Namen Viagralaub bekannt. (Das könnte erklären, weshalb sein Bestand in den vergangenen Jahrhunderten so stark geschrumpft ist.)

Wie die Redaktion des Nachrichtenmagazins STERN mit großer Werbekampagne ankündigte, gelang es dem STERN, die bisher unbekannten geheimen Tagebücher von König Elessar für eine nicht genannte achtstellige Summe zu erwerben. Als Beweis für die Echtheit der Tagebücher hat der STERN eine kurze Passage vorab veröffentlicht. Darin beschreibt der 20jährige Aragorn die erste Begegnung mit seiner künftigen Verlobten Arwen:
„Sie war heiß, als ich sie zuerst in die Arme nahm, heiß wie glühende Kohle, heißer als jede andere Elbenbraut diesseits der See, und sie trat mich in die Weichteile, so dass ich bezweifele, ob ich jemals wieder von dem Schmerz befreit werde. Doch jetzt, da ich schreibe, ist sie abgekühlt und hat mir einen Eisbeutel gebracht, und 'sie' scheinen zu schrumpfen und ihre gewöhnliche Form wiederzugewinnen. Sie spricht zu mir mit ihrer lieblichen Elbenstimme, doch die Sprache ist mir unbekannt. Was sie besaget, weiß ich nicht; aber ich zeichne hier eine Mitschrift auf, falls sie irgendwann jemand übersetzen kann: "Wos host dir denn denkt, du geiler Bock, du damischer! Host denkt, du konnst mir ans Dirndl gehn und wenn i schwanger werd, machst di davon? Nah, mei Liaber, net mit mir. Wennst mi habn willst, dann muaßt mi scho heiratn, und des geht net von heit auf morgn, des versprech i dir! Na? Willst?“
Ich vermute, dass sie sich für ihre Grobheit entschuldigen will, deshalb lächele ich sie an und nicke ihr freundlich zu.

Minas Tirith, IV 1.4.0017 (von unserem Hofberichterstatter) - 18. Geburtstag des Kronprinzen
Heute beging unser Kronprinz Eldarion, der Augapfel seiner Mutter Arwen, der Stolz seines Vaters Elessar und der Liebling der ganzen Stadt, seinen achtzehnten Geburtstag. Im Palast wurde ein prachtvoller Empfang gehalten, zu dem viele Gäste aus der Stadt und aus allen Teilen des Landes geladen waren. Der Kleine Prinz - er wird so genannt, weil er kleiner ist als andere Jugendliche seines Alters ist - zeigte sich wie immer von seiner liebenswürdigsten Seite und verteilte Geschenke an alle Anwesenden - eine hübsche Sitte, die er von den Periannath übernommen hat. So verging der Tag mit Festlichkeiten, Ansprachen und Spielen und wurde von einem großen Bankett abgeschlossen. Am Schluss bedankte sich Eldarion bei den Gästen und verabschiedete sie, zwischen seinen Eltern stehend, alle persönlich.
Sorge bereitet seinen Ärzten, dass der junge Mann im Wachstum zurückgeblieben ist, doch können sie keine Krankheit entdecken. Im Gegenteil, der Kronprinz strotzt vor Gesundheit und isst am liebsten 6 Mahlzeiten am Tag (wenn er sie bekommen kann). Eine besondere Vorliebe hat er für Pilze. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört das Rauchen von Pfeifenkraut, eine Vorliebe, die er von seinem Vater übernommen hat. Krankenschwester Ioreth, die sich öfters im Palast aufhält, berichtete uns von der merkwürdigen Angewohnheit des Prinzen, regelmäßig seine Füße zu rasieren.
Auf seine Wachstumsschwierigkeiten angesprochen, meint seine Mutter nur scherzhaft: "Oh, das macht nichts. Ich hatte schon immer eine Schwäche für kleine Männer." Und so verlässt Eldarion den Saal, gefolgt vom Lächeln seiner Mutter und dem nachdenklichen Blick seines Vaters.

(Hier sind noch mehr satirische Texte von Alex)