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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Die letzte einer alten Ahnenreihe
In dieser Nacht erfuhr Alissiand, dass sie die letzte ihrer Ahnenreihe, weiblichen Geschlechts sei und dass sie die große Aufgabe zugeteilt bekommen hatte die letzen der Schriftrollen mit den Weisheiten und Geschichten jener Zeitalter Mittelerdes und vor allem Gondors zu beschützen. „Solltet Ihr die Reise in die Bibliotheken Gondors nicht schaffen, sind alle unsere und die Geschichten Mittelerdes unwiderbringlich verloren“, sprach er mit leiser und doch sorgenvoller Stimme. „Niemand wird sich dann jemals an das erinnern, was einst geschehen war und keiner wird die Weisheiten nutzen können um das Schicksal der Zukunft Mittelerdes auf den rechten Weg zu führen“, fügte er noch hinzu.
Sie nickte zustimmend. „Wenn diese letzte Rolle in die falschen Hände gelangt, verändert sich das Schicksal Mittelerdes zum Bösen, welches mehr an Kraft gewinnen würde“, meinte er noch mit sorgenvoller Stimme. Den ganzen Abend und die halbe Nacht erzählte der Fürst der Waldelben die Zeitalter Mittelders und ihre bisherigen Geschehnisse. Auch wusste er von den ersten Schriftrollen und Aufzeichungen zu berichten und wie so nach Gondor gekommen waren.
Es war noch tief in jener Nacht, als Alisiand am offenen Fenster saß und in den von unzähligen Sternen erhellen Himmel aufblickte. Da begriff sie wie wichtig ihre Reise werden würde. Sie verstand nun, weshalb sie von Rohan zu den Elben gebracht worden war, um dort ihre Reifeprüfung abzulegen. Sie war seit jener Zeit ein vollwertiges Mitglied im Rat der Elben geworden. Jedoch konnte sie nicht erahnen, wie und ob sie diese Reise heil überstehen würde. Sie hatte nur ein laues Gefühl, das auch sie diese nicht alleine bewältigen würde. Sie erinnerte sich an die Geschichten ihres Vaters König Aragorn (Elessar) und jene des Elbenfürsten. Auch ihr Vater, als ein Mitglied der „Gemeinschaft des Ringes“ war ja zu jener Zeit seiner Reise nicht alleine gewesen.
Plötzlich klopfte es leise aber hörbar an die Türe ihres Schlafgemachs. Im Glauben einer der Boten würde ihr noch ein Nachtmahl bringen, anwortete sie in sicherer Erwartung: „Tretet ein und stellt mir bitte mein Mahl auf den Tisch.“
Doch als die Türe geöffnet wurde, staunte sie nicht schlecht. Mit erstauntem Blick starrte sie zur Türe: „Das darf nicht wahr sein!“
Ein Lächeln der Freude überzog ihr Gesicht. Es war Tawar, einer der engsten Freunde von Legolas, den sie aus Kindertagen im Waldkloster kannte, der ihr einen Besuch abstatten wollte. „Du bist wahrlich willkommen“, begrüßte sie ihn.
Es folgte eine stille, aber innige, Umarmung de Widersehensfreude. Da sie beide kein Auge zutun konnten, unterhielten sie sich bis in den frühen Morgen. Die Sonne kroch über die Berge und erstrahle einen neuen Tag.
An diesem Morgen überreichte ihr der Fürst der Waldelben nun die letzte Schriftrolle mit den Aufzeichungen Mittelerdes. „Gib acht auf deiner langen Reise, das Böse ist hinter dir her, um sich der Schriftrolle zu bemächtigen. Tawar, ein enger Freund Legolas', wird dich begleiten“, sprach er, eh er sich still verneigte und mit seinen Boten den Saal verließ.
Alissiand sah mit fragendem Blick hinter sich, wo Tawar stand. Er nickte. „Es stimmt, Fürst Eriador wünschte es so.“
Noch am selben Tage bepackten sie ihre Pferde und zusammen ritten sie von dannen.

(Alessa)