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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Eine neue dunkle Macht
Es kam die Zeit der vielen Erzählungen und Berichte, zugleich wurde es die Erneuerung des Bundes ihrer Familie.
Eines frühen Morgens, als König Aragorn der von nun an König Elessar hieß, mit seiner Tochter vom morgendlichen Ausritt zurück in den Palast kam, kam jener Elbenbote welcher auch bei Allisiands Eintreffen anwesend war und ließ sie in den Thronsaal bitten. In seinen Augen konnte sie etwas Beunruhigendes erkennen. „Warum seid ihr so aufgewühlt,“ wollte sie von ihrem Vater erfahren.
Er selbst konnte noch nicht ahnen, was von nun an auf sie zukommen würde. „Lass uns mit Arwen und dem Rat der Elben eine letzte geheime Zusammenkunft einberufen,“ drängte der Bote.
So folgten sie ihm still die vielen weißen Stufen hinauf zum Thronsaal. Dort hatten sich im Stillen einige Elben aus den verschiedensten Teilen des Reiches Mittelerde versammelt. Auch war jener weise Elb gekommen, der auch vor langer Zeit einmal Allisiands Schicksal in die rechten Bahnen wies und sie auf ihre lange Reise gesandt hatte. Alle trugen Gewänder aus weißer Seide. Der Weise trug in seiner linken Hand einen Schriftrolle, welche um einen Holzpflock gewickelt war. Auch er schien etwas beunruhigt, doch lies er es sich nicht anmerken. Ohne eine Miene seines Gesichts zu verziehen, verlas er, was auf seiner Schriftrolle stand. Alle Anwesenden im Saale lauschten dem Weisen. Mit jedem Worte welches er verlas blickten sie wie versteinert vor sich hin. Nach einer Weile war die Verlesung zu Ende. Der Weise hob seinen Kopf langsam und lies seinen Blick durch die versammelte Menge streifen: „Seid gegrüßt, Freunde der Menschen, die ihr von so weit her zu uns gereist kamt,“ begrüßte König Elessar die Anwesenden.
Der Weise sah mit ruhigem Blick zu ihm herüber: „Ihr, König Elessar des Wiedervereinigten Königreiches, wisst von nun an welche Sorge der Zukunft uns plagen könnte.“
„Doch seid beruhigt bis zu jenem Zeitpunkt der Wende und des Beginns der sozialen und wirtschaftlichen Unruhen ist noch weit, sehr weit.“
„Doch seit dem Tode Saurons entwickelt sich einen wenn auch noch sehr kleine, aber dunkle Macht von bösen Herrschern, bösen Schatten und dunklen Gestalten in naher Zukunft. Es wird, wenn nichts dagegen unternommen wird, eine neue Macht des Bösen aufsteigen, welche versuchen wird, begierig das Machtvakuum zu füllen. Die Zeit der Menschen wird noch von Dauer sein,“ gab er mit sanfter aber zugleich festen Stimme zu verstehen.
Nach seiner Verkündung setzte er sich und überlies dem König das Wort. Aragorn blickte einige Zeit in die Menge da ergriff er das Wort: „Ihr wisst, ich bin nun schon um einiges älter geworden und nach meinem Dahinscheiden wird einer meiner Söhne Eldarion der nächste der Könige der Menschen sein, welcher unser Königreich regieren wird. Bis dahin bin ich meinem Volke und meinen Untertanen verpflichtet weise und gerechte Entscheidungen zu ihrem Wohle zu treffen.“
Der Weise der Waldbeben übergab dem König die Schriftrolle und verabschiedete sich mit seinem Gefolge ehe sie den Palast verließen.
Dies sollte die letzte der Schriftrollen sein, welche von Elben an die Menschen überreicht worden waren, da sich von nun an auch sie aus ihrem Reich zurückziehen würden. In jener Schriftrolle war Allisiands wichtigste Aufgabe niedergeschrieben.


Das Jahr 120 im vierten Zeitalter der Herrschaft der Menschen.
Diese Jahr hatte zunächst nichts Gutes für Allisiand und ihre Brüder bereit. Es war der erste März, früh am Morgen. Im Garten hatte Königin Arwen ihre Söhne und Tochter zu sich rufen lassen. In einer Art Pavillon war das Totenbett aufgebaut worden, dort lag in seinem königlichen blauen Gewand Vater und König Elessar. In seiner Hand hielt er wie mit eisernem Griff umschlungen sein Schwert. Er lag da und schien einfach nur still in den Morgen zu schlafen. Arwen hielt ihren Kopf gesenkt und Tränen der Trauer rannen über ihre zarten Wangen. „Eurer Vater und mein geliebter König Gondors ist dahingeschieden. Eldarion wird von nun an König des Wiedervereinigten Reiches werden,“ kam es aus ihr heraus. „Ich werde mich nach Lorien zurück ziehen.“ Dann fügte sie noch hinzu: „Für dich, meine geliebte Tochter, habe ich die letzte der Schriftrollen. Bewahre sie gut und folge den Anweisungen, die du dort lesen wirst. Nun geht eurer Wege und nehmt meine Gedanken an euch mit in euren Herzen,“ dann wandte sie sich still wie immer zum Gehen.
„Aber Muter,“ rief Eldarion, „wie soll ich das Land regieren?“
Noch einmal kam sie zurück und sagte dann mit leiser Stimme zuversichtlich: “Mein Sohn, du wirst das Königreich weise wie dein Vater regieren. Und du meine Tochter wirst deine Aufgabe meistern. Es wird nicht leicht sein, aber du wirst es schaffen, denn es liegt ein sehr langes Leben vor dir.“
Nach diesen Worten , machte sie Arwen mit ihrem Gefolge auf den langen Wege nach Lórien.
Spät am Abend saß Allisiand im Gartenpavillon des Palastes und las die ersten Zeilen der Schriftrollen. In diesen Zeilen las sie vom Erbe König Elessars und den ersten und zugleich letzten Weissagungen von Arwens Vater Elrond. Weiter konnte sie andeutungsweise lesen, dass ihr ein sehr langes Leben beschieden sein würde. Sie sollte ihre Brüder überleben und vieles der neuen Schicksale des Königreiches miterleben. Aber Genaueres sollte sie nicht daraus erkennen können. Ihr Schicksal sollte es sein alle Schriftrollen, auch die letzte aus der sie gerade las, in die Bibliothek zu bringen, wo sie als letzte Mahnmal der Generationen dienen sollte. Bis zu jenem Zeitpunkt war es noch lange hin. So konnte sie Allisiand er nächsten Reise und ihren folgenden Aufgaben widmen.


In einer der darauf folgenden Nächte hatte sie seit langem wieder Visionen, es waren keine guten Visionen. Zunächst vernahm sie nur wildes Geschrei und lautes Getümmel, bis sich in der Dunkelheit ein Licht auftat, das näher und näher kam, bis es sich zu einem Bild des Grauens zu Erkennen gab. Die Sonne des Tages war durch dunkle Wolken fast verschwunden. Ein wildes Kriegsgeschrei erfüllte den Tag. Soldaten des Königreiches und die Variag-Nuriag Allianz eroberten den Fluss und das gesammte östliche Reich. Schweißgebadet erwachte sie und saß mit einem weißen Bettlacken umhüllt wie versteinert in Bett. So sollte es laut ihren Visionen geschehen, doch sie konnte daraus keinen Zeitpunkt erkennen.

(Alessa)