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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Dol Guldur
Auf ihrer langen Reise waren sie unbewusst vom Wege abgekommen und so gelangten sie nach Dol Guldur. Legolas erzählte ihr, dass im Zweiten Zeitalter für eine Zeit lang dieses Land die glanzvolle Heimat von Durins Volk war, nachdem seine angestammte Heimat in Moria verlassen wurde, bevor er weiter in den fernen Osten gezogen und aus den Geschichten der Elben und Menschen verschwunden war. Die Landschaft, in die sie geraten waren, bestand aus dem Tunnel in einem kahlen Vulkankegel. Diese standen nach Jahrhunderten lange leer, bis zu jener Ankunft Saurons um das Jahr 1050 des Dritten Zeitalters. Seine Präsenz vergiftete den umliegenden Wald, pervertierte und verdarb diesen, bis selbst die Elben, die Teile dieses Waldes mieden. Aus diesem Grunde fürchtete sich Legolas hier auf Nachfahren der Orks und Koboldes zu treffen. Der Dunkle Herrscher, der sich zu jener Zeit als böser Zauberer hatte benennen lassen, lies lange Gänge in den Amon Lanc graben. Sie dienten als Brutstätte für seine damaligen Orks, Trolle sowie auch anderen grauenhaften Geschöpfen, was unsere Reisegefährten nicht erahnen konnten. Zur gleichen Zeit an einem anderem Ort in Mittelerde hatten die Gimba-Hai die Fährte der Reiter und ihrer Tiere aufgenommen. Sie waren nur noch eine Tagesreise von ihnen entfernt. Warum sie die Verfolgung aufnahmen war nicht ganz gewiss. Es wird vermutet, dass sie oder andere Nachfahren der Orks oder anderer Trolle den Vater ihres Pferdes Valorien, den Hengst Valimanor, zum Zeitpunkt seiner Geburt im Düsterwald getötet hatten. Seit dem Zeitraum in welchem Galadriel die Grundmauern Dol Guldur nieder reißen ließ, war der Wald von allem Bösen gesäubert. Trotzdem fühlten die Reiter Unbehagen in sich aufkommen, als sie dieses Land durchquerten. Den darauf folgenden Tag hatten sie fast ohne Pause mit Reiten verbracht, um so schnell wie möglich aus dieser Landschaft hinaus zukommen.
Sie hatten den Düsterwald lange Zeit zuvor hinter sich gelassen und hatten die südliche Richtung eingeschlagen. Nun ritten sie Men Angmar entlang. Diese Straße verbindet die zahlreichen Grenzfestungen, die einst in der Pforte vor Angmar lagen. Am späten Nachmittag als die Sonne bereits tiefer stand und ihre Strahlen nicht mehr so hell erstrahlten, erreichten die Reiter die Lande von Rhuadur. Bis spät in den Abend waren sie unterwegs, als sie endlich die große Oststraße erreichten. „Wir müssen uns ein Lager für die Nacht suchen,“ bat Allisiand Legolas.
Ihre lange Reiseroute brachte sie von den Grauen Anfurten bereits in die Nähe der elbischen Stadt Mithlond. Dort wurden sie bereits von Elben erwartet, die ihnen ein ruhiges Nachtlager und ein Nachtmahl anboten.
Nach diesem ausgiebigen Mahl wurden sie in ihre Gemächer geführt. Allsisiand hatte sich eine weiße Seidendecke um ihren Körper gehüllt und war an das große halbrunde Fenster gelaufen,um sich den sternenklaren Himmel anzusehen. Einerseits freute sie sich über diese Ruhepause, andererseits wüsste sie nur allzu gerne, wie lange ihre Reise noch andauern würde und was sie erleben würde. Zuerst würde sie sich noch diese wunderschöne Aussicht in den sternenklaren Nachthimmel gönnen, um später noch den weiteren Teil ihrer Schriftrollen zu studieren. Etwa drei weitere Stunden waren vergangen, als sie ermüdet die Schriftrollen beiseite legte und einschlief.
Der nächste Morgen war angebrochen, die Sonne kroch gerade über die Baumwipfel und erhellte die Landschaft. Allisiand öffnete nur langsam noch etwa verschlafen ihre Augen und zog sich ihr Gewand aus dunkelblauem samtartigen Stoff mit Kapuze über. Die Luft war noch kühl und auf den Blättern und Zweigen der Bäume hing noch der frische Morgentau. Sie sah gerade auf eines der Blätter, als einer der großen Tautropfen, der von den Strahlen der Morgensonne beleuchtet wurde, sich an das Ende des Blattes bewegt hatte und als Tropfen auf den nassen Erdboden fiel. Er fiel und fiel, bis er mit einem Platsch auf dem Boden zersprang. Sie lächelte, ehe sie sich auf den Weg in den Eingangsbereich der Hallen machte.

(Alessa)